Absolut frostsicher: Winterharte Pflanzen

Winterharte Pflanzen erfreuen das Gärtnerherz

So schön ein Garten im Frühling sein kann, so trist wirkt er im Winter. Das muss nicht sein, denn es gibt zahlreiche robuste Pflanzen, die winterhart sind und sich bestens überwintern lassen. Einige Arten blühen sogar im Winter und machen den Garten auch in der dunklen Jahreszeit zu einem Blickfang. Robuste Pflanzen verursachen weniger Arbeit, weil im Frühling nur Teilbereiche neu bepflanzt werden müssen. Pflanzen, die winterhart sind, erfreuen somit nicht nur optisch das Gärtnerherz, sondern nehmen Dir gleichzeitig viel Arbeit ab.

Bei der Bezeichnung „winterhart“ heißt es aufgepasst! Winterhart bezieht sich nämlich auf die Klimazone 8b und bezeichnet Pflanzen, die bis zu -9°C aushalten können. Das reicht für einige Regionen Österreichs aus, leider sinken die Temperaturen aber gerade in höheren Muldenlagen gerne auf unter -15°C oder sogar -20°C. Exotische Gewächse sind nur selten robuste Pflanzen, auch wenn auf dem Etikett „winterhart“ steht. Diese Bezeichnung kann sich nämlich auf den Heimatort des Gewächses beziehen, sodass einige vermeintlich robuste Pflanzen bereits bei leichten Minusgraden schwächeln.

Wenige Arten sind frostresistent

Viele beliebte Pflanzen sind alles andere als winterhart und müssen sich an einem warmen Ort überwintern lassen: Strauchveronika, Spinnenblume, Bambus und Fuchsien werden häufig als robuste Pflanzen angepriesen, erweisen sich aber doch als ziemliche Frostbeulen. Nur wenige Arten davon sind wirklich frostresistent. Das gleiche gilt für Trendpflanzen wie die Chinesische Schönfrucht, der Baumfarn, die Chilenische Schmucktanne und das Eucalyptus-Bäumchen.

Robuste Pflanzen

Wenn Du wirklich einheimische robuste Pflanzen für Deinen Winter anbauen möchtest, empfehlen wir folgende Pflanzen, die sicher winterhart sind: Christrosen, Zaubernuss, Gemeiner Schneeball und Echter Schneeball sind wirklich resistente Pflanzen, die nicht umständlich in der Wohnung oder dem Wintergarten überwintern müssen. Aster und Sonnenhut sind ebenso geeignet wie Berg-Flockenblume, Eisen- und Fingerkraut, Königskerze, Kugeldistel und die Palmenlilie.

Heimische Sträucher, die sich als robuste Pflanzen erwiesen haben, sind: Alpenheckenkirsche und -johannisbeere, Brombeeren, Felsenmispel, Johannisbeeren, Kugelweide, Rosen, Spießweide und Zwergmandel. Winterhart sind außerdem Goldregen, Berberitze, Buchs, Pfeifenstrauch, Felsenbirne, Haselnuss, Roter Hartriegel, Sanddorn, Schlehe, Weiden und Weißdorn.

Überwintern an geschütztem Ort

Nicht winterharte Pflanzen musst Du vor dem ersten Frost an einem geschützen Ort überwintern lassen. Manchmal reicht es auch, die Wurzeln mit Blättern, Hanf oder ähnlichem Material zu schützen, damit der Frost nicht direkt in diesen Bereich eindringen kann. Robuste Pflanzen haben dagegen den Vorteil, dass Du sie nur einmal setzen musst und dann der Natur freien Lauf lassen kannst. Selbst strenger Frost kann diesen Arten kaum etwas anhaben.

Dämmmaterial verwenden

Bei extremer Kälte und wenn die Pflanzen noch sehr klein sind, solltest Du sie wie oben beschrieben mit Dämmmaterial umwickeln, um Frostschäden zu vermeiden. Die meisten winterharten Pflanzen sind mehrjährig, sodass Du lange daran Freude haben wirst. Ansonsten musst Du Deinen Garten in jedem Frühjahr neu anlegen und gestalten, was aufwändig und kostenintensiv sein kann.

Vor allem blühende Pflanzen wie die Zaubernuss sind ein schöner Blickfang an trüben Wintertagen. Beachte auch, dass Kübelpflanzen immer an einem geschützten Ort überwintern sollen. Sie sind nur von wenig Erde umgeben, weshalb der Frost das empfindliche Wurzelwerk schneller angreifen kann. Das Überwintern kann in der Pergola, dem Geräteschuppen, an einer Hauswand oder im Keller erfolgen, allerdings sollte es nicht zu warm sein, weil der Biorhythmus der Pflanze ansonsten gestört wird.

Foto: © Anja-Schweppe-Rahe/ pixelio.de

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