Familie Amann: Abtauchen im eigenen Garten

„Ich muss nicht mehr ins Schwimmbad“

Markus Amann hat sich vor fünf Jahren einen gärtnerischen Lebenstraum erfüllt. Der Obmann des Verbandes Obst- und Gartenkultur Vorarlberg ließ sich im eigenen Garten einen Naturschwimmteich bauen. Für ihn ist klar: „Ich würde ihn nie mehr hergeben wollen.“

Seit knapp einem halben Jahr ist Markus Amann quasi der oberste Vertreter von Vorarlbergs Gartenfreunden. Er dirigiert ein gärtnerisches Freiwilligen-Heer von 15.000 Mitgliedern. In dieser ehrenamtlichen Funktion ist er als Botschafter der Gartenkultur im ganzen Land unterwegs. Da will man natürlich wissen, wie Amanns privates Gartenreich in Koblach aussieht. Für minGarta hat er die Gartentür geöffnet und Einblicke in sein grünes Paradies gewährt.

Lebenstraum erfüllt

Die gärtnerischen Anfänge der Familie Amann vor knapp 25 Jahren waren noch eher bescheiden. „Damals hatten wir gerade unser Haus gebaut und waren knapp bei Kassa. Es gab Tomaten in Töpfen, ein paar Kräuter und Blumen und den frischen Salat haben wir bei der Schwiegermutter bzw. meiner Mama geholt“, erinnert sich Markus Amann an die Anfänge zurück. 20 Jahre später erfüllen sich er und seine Frau Ruth ihren gärtnerischen Lebenstraum. Sie lassen sich von einem Gartenprofi einen Naturschwimmteich bauen. 9,50 Meter lang und 4,50 Meter breit. Maximale Wassertiefe: 2,20 Meter. Fassungsvermögen: 75.000 Liter Wasser. Eingefasst von einer Stützmauer aus Röthner Steinquadern. Bauzeit für den Naturschwimmteich: zwei Monate vom Aushub bis zur Fertigstellung.

Natur pur

Hilfe vom Gartenprofi

Ohne Gartenprofi hätte Markus Amann das Teich-Projekt aber niemals in Angriff genommen. „Du brauchst einen Bagger und einen Kran und vor allem professionelle Hilfe. Ich wollte keine grüne Kloake, sondern einen natürlichen, sauberen Schwimmteich.“ Und hat Meister Amann beim Großprojekt auch mitgeholfen? „Ich war nur der Handlanger. Der Gärtner hat angeschafft und ich habe Hilfstätigkeiten durchgeführt.“

Tägliches Bad

Jetzt, fünf Jahre später, kann sich Familie Amann ein Leben ohne Teich im Garten nicht mehr vorstellen. „Im Sommer bin ich praktisch jeden Tag im Wasser. Teilweise morgens früh um 5 Uhr oder abends um 10 Uhr. Das Wasser ist mit 23 bis 24 Grad angenehm warm.“ Und im Winter? „Da kann man auf dem zugefrorenen Teich Eislaufen oder Eishockey spielen. Aber noch einen Vorteil hat der Teich. Ich muss nicht mehr ins Schwimmbad“, erklärt Amann. Und was ist mit den lästigen Mücken? „Die gibt es bei uns nicht mehr.“

Markus Amann gerät ins Schwärmen, wenn er von seinem natürlichen Wasserparadies, das gänzlich ohne Chemie auskommt, erzählt. „Wenn das Wasser plätschert, hat das auf mich eine beruhigende Wirkung. Am Abend ist der Teich beleuchtet. Das tut der Seele gut und ist zudem wunderschön.“ Markus Amann, so scheint es, hat den Himmel im eigenen Garten gefunden.

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