Mr. Bien: Aktiver Einsatz gegen die Varroamilbe angesagt

Aktiver Einsatz gegen die Varroamilbe ist angesagt

Es ist kaum zu beschreiben. Erst wenn man die geschrumpften Bienen oder die Drohnen ohne Flügel tot vor dem Einflugloch sieht, kann man sich ein Bild machen, was sich derzeit in verschiedenen Vorarlberger Bienenkästen abspielt. Die Varroamilbe breitet sich immer weiter aus. Obwohl meine Bienenvölker bis dato sehr sauber sind und ich auch sehr präventiv auf „meine Bienen“ geachtet habe, heißt es jetzt auch bei meinen Völkern: „Vorbeugen ist besser als starke Nachwehen“.

Es ist einfach unglaublich, wenn man die Todeskämpfe der Bienen sieht. Viele  Völker sind in tiefster Agonie. Die Varroa destructor schwächt die Bienen, verstümmelt die Brut und öffnet Viren und Bakterien Tür und Tor. Keine Überlebenschance und mit der Varroamilbe im Nacken werden die toten Bienen in großer Zahl von ihren Artgenossinnen aus dem Bienenstock geschoben. Schade um jede Biene oder Drohne! Die erfahrenen Imker sind deshalb derzeit besonders aktiv und mit besonders großer Wachsamkeit unterwegs. Zu viel steht auf dem Spiel.

Wenn dann als kleiner Ausgleich wenigstens auch noch der Wettergott mitspielen würde. Leider Fehlanzeige. Bei den meisten Imkern dürfte aufgrund der unwirklichen Temperaturen der Honigtopf nach der bevorstehenden Ernte bestenfalls halb gefüllt sein. Bei vielen Kollegen hört man sogar von einem Totalausfall. Ich muss ehrlich sagen: Die schwache Ernte ist Nebensache. Ich bin froh, wenn unsere Bienen gesund bleiben.

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