Artenreiche Wiesen schaffen

Artenreiche Wiesen schaffen

Artenreiche Wiesen sind besondere Lebensräume für Pflanzen und Tiere, die durch menschliche Nutzung entstanden sind und auch nur erhalten bleiben, wenn die Fläche weiterhin gemäht wird.

Zu den artenreichsten Standorten zählen Magerwiesen, die auf besonders nährstoffarmem Untergrund wachsen, nie gedüngt und einmal jährlich gemäht werden. Da kommen auf kleinen Flächen manchmal sogar mehr Arten vor, als auf der gleichen Fläche im tropischen Regenwald.

Auch blühende Wiesen, die zweimal gemäht werden und auf etwas reicherem Untergrund stehen, weisen eine beachtliche Artenzahl auf. Sie erfreuen das Auge und die bestäubende Insekten mit

Wiese mit Esparsette

Wiese mit Esparsette

Blütenreichtum im Mai und Juni und einer zweiten etwas schwächeren Blühphase im August und September. Auch hier darf, wenn überhaupt, nur sehr moderat mit Stallmist gedüngt werden. Diese extensive Form der Nutzung von Wiesen verträgt sich nur bedingt mit der heutigen Form von Landwirtschaft. Deshalb sind artenreiche Wiesen intensiv genutztem Grasland gewichen und traditionelle Mähwiesen und Magerwiesen selten geworden.

Umso wichtiger ist es, auf verschiedenen Standorten in und um den Siedlungsraum wieder Wiesenflächen zu schaffen. Dazu eignen sich nahezu alle Böschungen, viele

Wiese mit Flockenblumen. Artenreiche Wiesen

Wiese mit Flockenblumen

Straßenbegleitflächen und Rasenflächen, die nicht dauernd genutzt und betreten werden müssen.

Mehr über die Anlage und Pflege artenreicher Wiesen im Siedlungsraum erfahren Sie unter www.blühendes-vorarlberg.at.

Text und Fotos von DI Simone König, Bodensee Akademie

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