Bauernregeln im Oktober

 

1. Oktober

St. Remigius
Regen an Sankt Remigius bringt den ganzen Monat Verdruss.

2. Oktober

St. Leodegar
Laubfall an Sankt Leodegar kündigt an ein fruchtbar Jahr.

4. Oktober

St. Franziskus
Sonne an Sankt Franz gibt dem Wein den Glanz.

6. Oktober

St. Bruno
Sankt Bruno, der Kartäuser, lässt die Fliegen in die Häuser.

8. Oktober

St. Pelagia von Antiochia, Märtyrerin
St. Pelei führt Donner und Hagel herbei.

9. Oktober

St. Dionysius (Denis)
Regnet’s an Sankt Dionys, wird der Winter nass gewiss.

13. Oktober

St. Koloman
Heiliger Koloman schick mir einen braven Mann.

14. Oktober

St. Burkhard (Burkard) (Erhebung der Gebeine)
Sankt Burkhard Sonnenschein schüttet Zucker in den Wein.

15. Oktober

St. Theresa
Zu Theres’ beginnt die Weinles’.

16. Oktober

St. Hedwig und St. Gallus
Sankt Hedwig und Sankt Gall’ machen das Schneewetter all’.
Gießt Sankt Gallus wie ein Fass, wird der nächste Sommer nass; ist der trocken folgt vom Sommer noch ein Brocken.
Sankt Gallen lässt den Schnee fallen, treibt die Kuh in den Stall und die Äpfel in den Sack.
An Sankt Hedwig und Sankt Gall schweigt der Vögel Sang und Schall.
An Hedwig bricht der Wetterlauf und hört das schöne Wetter auf.

17. Oktober

Nach dem Sankt Gallus-Tag (16. Oktober) nichts mehr im Garten bleiben mag.
Nach Sankt Gall (16. Oktober) bleibt die Kuh im Stall.

18. Oktober

St. Lukas
Wer an Lukas Roggen streut, es im Jahr darauf nicht bereut.
Ist Sankt Lukas mild und warm, folgt ein Winter, dass Gott erbarm.
Sankt Lukas Evangelist bringt Spätroggen ohne Mist.

20. Oktober

St. Wendelin
Sankt Wendelin, verlass uns nie, schirm unsern Stall, schütz unser Vieh.

21. Oktober

St. Ursula
Zu Ursula muss das Kraut herein, sonst wird’s noch lange draußen sein.
Lacht Ursula mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vorm Christfest sein.
An Ursula muss das Kraut herein, sonst schneien Simon und Judas (28. Oktober) drein.
Sankt Ursula will uns sagen, bald könnt das Feld Schnee tragen.

23. Oktober

St. Severin
Wenn’s Sankt Severin gefällt, so bringt er mit die erste Kält‘.

25. Oktober

St. Crispinus und Crispinianus, Krispin
Mit Krispin sind alle Fliegen hin.

26. Oktober

St. Albin
Warmer Sankt Albin bringt fürwahr stets einen kalten Januar.

27. Oktober

Wer Weizen sät vorm Simonstage (28. Oktober), dem trägt er goldene Ähren ohne Frage.
Bevor du Simon (und) Judas (28. Oktober) schaust, pflanze Bäume, schneide Kraut.

28. Oktober

Apostel Simon und Apostel Judas
Ist’s an Judas hell und klar, gibt’s Regen erst an Cäcilia (22. November).
Simon und Juda, ja die zwei, führen oft den Schnee herbei.
Bevor du Simon und auch Judas schaust, pflanze Bäume, schneide Kraut.
Simon und Judä hängen an die Stauden Schnee.

29. Oktober

Wenn Simon und Judas (28. Oktober) vorbei, rückt der Winter schnell herbei.

30. Oktober

Zu Ende Oktober Regen bringt ein fruchtbar Jahr zuwegen.

31. Oktober

St. Wolfgang
Regen am Sankt-Wolfgangs-Tag, gut für das nächste Jahr sein mag.
Sankt Wolfgang Regen verspricht ein Jahr voll Segen.
Am Wolfgang Regen ist viel gelegen.

Allgemeine Bauernregeln

Oktoberschnee tut Mensch’ und Tieren weh.
Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will.
Oktober rau, Januar flau.
Im Oktober der Nebel viel, bringt im Winter der Flocken Spiel.
Bringt der Oktober viel Regen, ist’s für die Felder ein Segen.
Warmer Oktober bringt fürwahr, stets einen kalten Februar.
Wenn’s im Oktober friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit.
Schneit’s im Oktober gleich, wird der Winter weich.
Hilft der Oktober nicht mit Sonne, hat der Winzer keine Wonne.
Viel Nebel im Oktober, viel Schnee im Winter.
Im Oktober Sturm und Wind, uns den frühen Winter kündt.

Foto: © ro18ger/pixelio.de

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