Bodenverbesserung im Garten

Foto: mingarta/ Frank Andres

Nahrhafte Böden: Vorarlberger Gärtner geben Tipps

Ein guter Boden trägt wesentlich dazu bei, dass im Garten alles schön wächst und gedeiht. Doch nicht immer entspricht die Gartenerde in Vorarlberg den Ansprüchen der Pflanzen, mal ist sie zu sauer, mal zu kalkhaltig. Doch was lässt sich tun, um optimale Erträge zu erzielen?
Die Gartenerde ist sehr unterschiedlich beschaffen. Das hängt zum einen von den regionalen, den geologischen Gegebenheiten ab. Und zum anderen wird die Gartenerde direkt durch den Gärtner, also durch dessen individuelle Bewirtschaftung beeinflusst.
Ein Schnelltest aus dem Gartenfachhandel bringt Klarheit. Ob dein Boden lehmig, tonig oder sandig ist oder ob ihm Magnesium, Kalk oder Stickstoff fehlen, kannst du selbst ermitteln. Tonige Erde lässt sich in der Hand kneten, sandige Erde rieselt einfach weg, während sich sandiger Lehm feinkrümelig präsentiert und für Pflanzen optimal ist.

Jede Gartenerde lässt sich noch etwas verbessern

Reichlich Humus sowie ein reges Bodenleben sind das A und O im Garten. Sowohl in Vorarlberg als auch in anderen Regionen gibt es Gärten, in denen das Bodenleben verbesserungsbedürftig ist. Fehlen der Gartenerde Mikroorganismen, dann hilft sich der Vorarlberger Gärtner mit Mikororganismen, die es im Gartenfachhandel zu kaufen gibt. Sie werden nach Anleitung einfach mit dem Gießwasser ausgebracht. In den Gartenbeeten entfalten sie anschließend ihre segensreiche Wirkung.

In einem tonigen Boden haben es die Pflanzen in Vorarlberg schwer

Tonige Böden sind kalt, undurchlässig und neigen zur Staunässe. Pflanzen haben es deshalb schwer, sie mit ihren Wurzeln zu durchdringen. Diese Böden erwärmen sich im Frühjahr erst spät. Deshalb benötigen sie vor allem eine mechanische Lockerung. Auch die Einarbeitung von reichlich Sand und Kompost durch Vorarlberger Gartenexperten wirkt sich vorteilhaft aus. Diese Böden können Feuchtigkeit und Nährstoffe gut halten.

Sandige Böden benötigen die Aufmerksamkeit des Gärtners

Gartenerde, die überwiegend sandige Anteile aufweist, macht es den Pflanzen ebenfalls schwer. Denn hier verrinnt das kostbare Regenwasser in die porösen Tiefen, bevor es die Wurzeln der Pflanzen erreicht. Dasselbe gilt für alle Nährstoffe und Mineralien.
Die Lösung ist, mehr Bindigkeit in die Gartenerde zu bringen. Dies geschieht durch das Einarbeiten von Kompost und durch Mulchen, welches die Verdunstung von Feuchtigkeit an der Erdoberfläche verringert.

Lehmige Böden sind klebrig

Ideal sind Böden mit einem ausgewogenen Anteil an Lehm und Sand. Überwiegt der Lehmanteil, können diese Böden durch stete manuelle Lockerung sowie durch das Einarbeiten von Sand durchlässiger gemacht werden. Die Vorarlberger Gärtner und ihre Kollegen im Land sind ansonsten sehr zufrieden mit dieser Gartenerde. Denn lehmige Böden speichern sowohl die Feuchtigkeit als auch Nährstoffe gut, so dass den Pflanzen genügend „Futter“ zur Verfügung steht.

Was alle Böden in Vorarlberg und anderswo verbessert

Wenn die Böden im Spätsommer abgeerntet sind lohnt es sich meist noch, eine Gründüngung auszubringen. Phazelia, Lupinen oder Senf sind Kulturen, welche die
Böden gut durchwurzeln und lockern. Vorarlberger Gärtner lassen die Pflanzen über den Winter stehen, abfrieren und arbeiten sie im Frühjahr in den Boden ein.

Mit all diesen Maßnahmen lässt sich jeder Boden, ob in Vorarlberg oder anderswo, wesentlich verbessern. So gedeihen Nutz- und Zierpflanzen optimal und das Bodenleben funktioniert perfekt.

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