Eigener Kompost als Dünger im Garten

Eigenen Kompost als Dünger im Garten richtig verwenden

In der Natur dienen abgestorbene Pflanzen dazu, den nachwachsenden als Energiequelle zu dienen. Im Garten mit Kompost zu arbeiten ist entsprechend die natürlichste Form von Dünger, weil alles zu 100 Prozent Bio ist. Außerdem hilft er dabei, die Struktur des Bodens nachhaltig zu verbessern. Viele Gründe also, im Garten einen Komposthaufen anzulegen.

Viele gute Gründe für Bio-Dünger

Bei der Gartenarbeit mit eigenem Kompost zu arbeiten hat eine Reihe von Vorteilen. Zum einen kann auf chemische Düngemittel weitgehend verzichtet werden. Zum anderen lassen sich die Gartenabfälle reduzieren. Denn alles, was sich kompostieren lässt, landet nicht in der Biotonne oder im Restmüll. Insofern lässt sich auf diese Weise gleich doppelt sparen sowohl was den Einkauf von künstlichen Düngemitteln als auch die für die Entsorgung von Abfall anfallenden Gebühren betrifft. Vor allem aber lässt sich auf eine große Menge chemischer Mittel bei der Gartenarbeit verzichten. Was im eigenen Garten wächst hat dadurch echte Bio-Qualität. Um den Kompost als Bio-Dünger nutzen zu können, muss bei der Verwertung der Gartenabfälle allerdings auf eine Reihe von Punkten geachtet werden.

Der Boden im Garten lebt

Wer sich daran macht, mit Kompost zu arbeiten, sollte sich zunächst vor Augen führen, wie der Zersetzungsprozess der Pflanzen von statten geht, um diesen bestmöglich zu unterstützen. Denn je rascher dieser Prozess durchläuft, desto eher können die kompostierten Pflanzen als Bio-Dünger eingesetzt werden. Von entscheidender Bedeutung für das Kompostieren sind vor allem die im Boden befindlichen Tiere und Mikroorganismen. Diese benötigen ein ausreichendes Maß an Luft. In lockerem Boden ist diese in ausreichendem Maß vorhanden. Anders sieht es bei einem Haufen Gartenabfall aus, der in dichter Form übereinander geschichtet wird. Um hier kleine Hohlräume für die Zirkulation der Luft zu schaffen, ist Holz unerlässlich. Hierfür eignen sich am besten dünne und möglichst klein gehäckselte Äste. Auf diese Weise findet auch der Schnitt der Gartenhecke seinen Weg in den Kompost. Als Grundlage des Komposthaufens können außerdem größere Äste oder auch Holzpaletten dienen. Denn vor allem in diesem Bereich wird es sonst mit der ausreichenden Luftzirkulation oft schwierig.

Das richtige Maß an Feuchtigkeit und die passende Auswahl

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Hinblick auf die Zersetzungsprozesse in einem Komposthaufen ist das Thema Feuchtigkeit. Diese darf weder zu groß noch zu gering sein. Bei einem austrocknenden Kompost, ziehen sich Bodentiere und Mikroorganismen schnell in tiefere Lagen zurück und der Zersetzungsprozess kommt zum Erliegen. Umgekehrt kann ein Komposthaufen bei zu starker Nässe zu faulen beginnen. Wasser muss deshalb bei einem Kompost immer gut abfließen können. Ebenso wichtig ist die richtige Auswahl bei den zu kompostierenden Pflanzenresten. Denn auch Unkraut lässt sich über einen Komposthaufen vermehren. Diese sollten, genau wie faules Obst, über den Bioabfall entsorgt werden. Falls sie doch kompostiert werden, dann in der Mitte des Kompost, wo die Temperaturen am höchsten sind und die Samen bzw. Keime zu einem großen Teil abgetötet werden. Bei idealer Lagerung ist der Kompost in der Regel nach neun Monaten fertig zersetzt und als Dünger einsetzbar.

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