Es ist 5 vor 12 für 300 sehr seltene Obstsorten

Arche Noah ruft zur Rettung sehr seltener Obstsorten auf!

Von DI Marion Schwarz, Arche Noah

Jedes Jahr sterben in Österreich Obstsorten für immer aus. Daher suchen wir dringend Freundinnen und Freunde, die uns bei der Rettung seltener Obstsorten helfen. Viele Naturliebhaberinnen und Obstliebhaber unterstützen bereits unsere Initiative zur Rettung alter Obstsorten. Dürfen wir auch auf Sie zählen? Sie können uns wirksam helfen, diese bedrohten Obstsorten zu bewahren, indem Sie ein rettender Obstbaumpate werden!

Seit über 20 Jahren forscht ARCHE NOAH nach seltenen und gefährdeten Obstsorten in Österreich. Jahr für Jahr finden wir lokale Sorten – meist sehr alte Bäume – die vom Aussterben bedroht sind. Um sie zu retten, veredeln und pflanzen wir junge Bäume dieser extrem seltenen Sorten aus. Nun suchen wir Menschen, die eine Patenschaft für diese Obstbäume übernehmen. Nur so können diese Obstsorten erhalten werden!

Jeder gepflanzte Baum eine Sortenrettung

Für rund 300 extrem seltene Obstsorten besteht derzeit akuter Handlungsbedarf, da die Mutterbäume kurz vor dem Absterben stehen. Von diesen Sorten wollen wir junge Bäume auf verschiedenen Sortenerhaltungswiesen auspflanzen. Denn eine Obstsorte kann nur als Baum überleben. Eine Langzeitlagerung von Samen oder Edelreisern ist schlichtweg nicht möglich!

Mit der ARCHE NOAH Obstbaumpatenschaft können Sie auch ohne Garten einen eigenen Obstbaum haben und gleichzeitig eine gefährdete lokale Sorte absichern. Der jährliche Beitrag für die Patenschaft finanziert das Auffinden und Absichern einer gefährdeten Obstsorte und ganz konkret die Auspflanzung und dauerhafte Pflege eines jungen Baumes einer seltenen Sorte auf einer unserer Sortenerhaltungswiesen. Das Besondere: Sie können Ihren Baum jederzeit besuchen. Ihren Namen finden Sie dann am Sortenschild des Baumes.

Patenschaften sind jederzeit unkompliziert kündbar.

Suchen, Finden, Retten

Die Sortenerhaltungswiesen von ARCHE NOAH sind auf mehrere Standorten in Niederösterreich verteilt. Dadurch verringert sich das Risiko, dass eine Sorte zum Beispiel durch ein Unwetter oder einen Krankheitsausbruch verloren geht.

In den nächsten Jahren werden wir noch weitere Patenschaftswiesen an unterschiedlichen Orten anlegen. Das Ziel ist, von jeder gefährdeten Sorte fünf Bäume auf verschiedenen Wiesen auszupflanzen.

In Österreich gibt es geschätzte 2.000 Apfelsorten. Allerdings sind nur rund 800 Sorten davon bekannt. Der große unbekannte Rest sind sogenannte „Zufalls-Sämlinge“: aus Kernen gewachsene Bäume die nicht wie üblich eher saure und herbe Früchte tragen, sondern schmackhaftes Obst.Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts vermehrten Obstkundige diese guten Sämlinge durch Veredelung weiter – eine neue Sorte war entstanden, die oft nur in einem Dorf verbreitet war.

Solche Lokalsorten finden wir noch heute auf Streuobstwiesen. Oft existiert nur mehr ein Baum dieser genetisch und ökologisch wertvollen Typen, und der ist meist alt und steht kurz vor dem Absterben. Die letzten Reste dieser noch unentdeckten Obstvielfalt drohen für immer aus der Landschaft zu verschwinden.

Von bedrohten Sorten existiert oft nur ein Baum

In der modernen Apfelzüchtung werden vor allem eine Handvoll moderner Sorten verwendet, die ihre Krankheitsanfälligkeit über Generationen weiter vererbt haben. Da es nur wenige Elternsorten gibt, sind alle Handelssorten eng miteinander verwandt. Die genetische Basis der Kulturpflanze Apfel wird dabei immer enger. Das gilt auch für andere Obstsorten wie Birne, Kirsche und Zwetschke. Noch werden in der Züchtung kaum alte Sorten verwendet. Einzelne Institute haben aber bereits erkannt, dass in den unbekannten Sorten wichtige Krankheitsresistenzen schlummern können.

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Foto: Doris Steinböck

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