Frühkartoffeln aus dem Rheintal

Frühkartoffeln aus dem Rheintal

Gertruds Garten Dorbirn Gertrud Baumgartner

Gertrud Baumgartner, Gertruds Garten, Dornbirn

Endlich können die ersten Kartoffeln aus Vorarlberger Produktion geerntet werden. Unsere Frühkartoffeln sind fertig!

Heutzutage ist das keine Besonderheit, denn Nahrungsmittel werden aus aller Herren Länder herangekarrt. Für uns ist es aber ein schöner Moment, die erste eigene Kartoffelernte aufwarten zu können. Denn wir freuen uns schon seit Wochen darauf!

Vitaminreiches Gemüse

Vorsichtig geerntet, werden sie mit ihrer frischen Schale aus dem Boden geholt. Das ist Handarbeit. Doch die jungen Knollen sind ein vitaminreiches Gemüse. Samt Schale gegessen, etwas Butter drauf und würzigen Käse dazu, das hat schon was! Die zarten Knollen aus unseren Dornbirner Böden sind schon ein Genuss.

Robust und frühreif

Bis es so weit ist, braucht es aber einiges Know-How. Das beginnt schon bei der Wahl der richtigen Sorte. Sie sollten möglichst robust und vor allem frühreif sein. Wir verwenden als mehlige Sorte dazu ‚Finka‘. Diese rundknollige Kartoffel mit dem kräftig gelben Fruchtfleisch eignet sich bestens für den frühen Anbau. Als festkochende Frühsorte nehmen wir ‚Alexandra‘. Diese gelbfleischige Sorte ist länglich oval aber mit festem Fruchtfleisch. Wir bevorzugen sie wegen ihres feinen Geschmacks. Von der Konsistenz dazwischen liegt in etwa Anuschka. Sie ist etwas später erntbar, hat aber als ovale, gelbfleischige Sorte durch ihren leicht nussigen Geschmack einen fixen Platz am Feld und am Ladentisch.

Um frühe Kartoffeln zu bekommen, werden die Knollen bei Licht im Winter für einige Wochen vorgetrieben. Junge, dunkle Triebe treiben mit der Zeit aus den Knollen, die beim Legen nicht abbrechen dürfen. Die ersten Tage ihres Daseins am Feld werden die Kartoffeln mit Vlies abgedeckt. So wird Kälte und Wind abgehalten und das bringt einem früheren Austrieb.

Da die Kartoffelpflanzen jedoch im Jugendstadium nicht frostfest sind, ist das Wetter immer eine Herausforderung für uns. Der Blick auf den Thermometer gehört im Frühjahr zum Tagesablauf. Im Unterschied zu den Lagerkartoffeln sind die Frühkartoffeln zum Frischverzehr gedacht. Sie wachsen so zeitig, dass Schädlinge und auch die berüchtigte Kraut- und Knollenfäule noch keinen Schaden anrichten können. Wenn diese ihre Sporen verstreut, sind unsere Frühen schon in der Pfanne! Ganz ohne Pflanzenschutz!

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