Frühlingsblüher richtig aufziehen

Frühlingsblüher richtig aufziehen

Wenn die Tage so langsam wieder länger werden und der Schnee nur noch auf den obersten Berggipfeln zu sehen ist, dann dürfen Hobbygärtner im eigenen Reich endlich wieder Hand anlegen. Aber worauf ist in einer Region wie in Vorarlberg zu achten, wenn man im eigenen Garten neue Frühlingsblüher ziehen möchte? Und zu welchen Sorten sollte man greifen, wenn man in der Gärtnerei steht und unter den vielen farbenfrohen Frühlingsboten die Wahl hat?

Ein Blickfang und ein Fest der Düfte

Zunächst einmal handelt es ich bei den meisten Blumen, die im Frühling unsere Gärten in Vorarlberg mit neuer Farbenpracht erfüllen, um sehr duftintensive Pflanzen. Während andere Pflanzen sozusagen noch dem Winterschlaf nachgehen, locken Frühlingsblüher bereits die ersten Bienen an, damit sie mit dem Bestäuben starten können. Traditionell startet die Frühlings-Blütezeit im März. Dabei gibt es einige Pflanzen, die dann bereits in der Gärtnerei zu finden sind. Empfehlenswert sind vor allen Dingen Garten-Hyazinthen, der Krokus und Tulpen. Dieses Trio zeichnet sich dadurch aus, dass es in vielen verschiedenen Farben blüht. Gärtner dürfen hierbei also mit ihrer Fantasie spielen, wenn es um die farbliche Gestaltung geht. Sollen es ganz bestimmte Farben sein, stehen weitere Alternativen zur Verfügung. Schneeglanz (auch bekannt als Schneestolz) und Netzblatt-Schwertlilie blühen vor allem in der Farbe Blau, während die gewöhnliche Küchenschelle und das Lederblümchen die Augen mit Blüten in Purpur bis Violett erfreuen.

Behutsames Aufziehen des Saatgutes

Wichtig ist: Einige Frühlingsblumen werden nicht etwa per Zwiebel im Freien eingepflanzt, sondern werden in der Gärtnerei als Samen offeriert. Selbst in Vorarlberg, wo es als südwestlich gelegenes Bundesland Österreichs schon in den Frühlingsmonaten recht warm ist, müssen diese Samen eine sogenannte Kälteperiode durchlaufen. Zwei Methoden eigenen sich für das richtige Präparieren des Saatgutes: Entweder säst du es schon im Herbst im Freiland aus oder du legst die Samen im Januar für etwa vier Wochen in den Kühlschrank. Der Vorteil der letztgenannten Methode ist, dass du die Frühlingsblüher dann ab Februar auf der Fensterbank aufziehen kannst. Diese vergleichsweise schonende Methode ist vor allem aus zwei Gründen empfehlenswert. Zum einen läuft dein Saatgut nicht Gefahr, im Herbst von gierigen Vögeln (ja, auch in dieser grauen Jahreszeit sind einige von ihnen in Vorarlberg unterwegs) weggefuttert zu werden. Und zweitens erfüllt es dein Heim im ebenfalls noch recht trostlosen Februar schon mit etwas Frühlingszauber. Typische Vertreter, die du in der Gärtnerei finden und bereits im Februar auf der Fensterbank einsäen kannst, sind unter anderem: Vanilleblume, Hängepetunie, Löwenmaul, Studentenblume und doppelkaskadige Petunien.

Töpfe, Beete und Hängepflanzen

Wenn es um die Strukturierung deines Frühlingsreiches geht, dann sind grundsätzlich viele Methoden möglich. Einige Gartenfreunde bevorzugen ein großes Blumenbeet, in dem alle Frühlingsblüher kreuz und quer ineinandergreifen. Wenn du es strukturiert bevorzugst, dann empfiehlt es sich, deine Blumen nach Farben sortiert auf bestimmte Bereiche aufzuteilen. Zum Beispiel kannst du eine rote Hängepflanzen-Sektion auf deiner Terrasse errichten, während du in Töpfen weiße Blumen einpflanzt.

Doch wofür auch immer du dich entscheidest: Wenn du dich schon in den ersten Monaten des Jahres in Vorarlberg mit der Gestaltung deines Gartens befasst, dann kannst du sichergehen, dass der Genuss der ersten Sonnenstrahlen inmitten der Blumenpracht besonders angenehm ausfällt. Und vor allem aussieht.

Foto: mingarta/Frank Andres (Frühlingsblumen bei Rosen Waibel in Mäder)
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