Gärtnerei Rauch: In der Ruhe liegt die Kraft

In der Ruhe liegt die Kraft

Der Schein trügt. So ruhig geht es gar nicht zu in der Gärtnerei Rauch. Auch wenn die vier Herren einen ruhigen Anschein erwecken. Sie bewegen durch ihre Beständigkeit Tag für Tag einiges. Ein Rundgang durch den frühlingshaften Betrieb lässt uns staunen!

Alwin und Rudi Rauch sind schon fast im pensionsfähigen Alter. Das sieht man den beiden aber nicht an. Sie sind, wie auch die beiden Jüngeren im Vierergespann, den ganzen Tag auf den Beinen. Ein stetes Säen, Topfen, Wässern, Lüften, Ernten geht in dem Rankweiler Gartenbaubetrieb von statten.

Die Gebrüder Rauch sind ein Traditionsbetrieb. Seit mehr als 50 Jahren kultivieren sie saisonales Gemüse und Blumen. Früher die Brüder Alwin und Rudi, heute zusätzlich mit den Zwillingen Günter und Markus, den Söhne von Alwin. Unterstützt von mit zwei Helferinnen.

Verkauft wird die Frucht ihrer Arbeit am Betrieb vis à vis der Gärtnerei Geringer in Rankweil und an mehreren Markttagen pro Woche in Feldkirch und Dornbirn. Das klingt romantisch, ist aber mit viele Einsatz verbunden. Denn bis aus dem Samenkorn eine schmackhafte Delikatesse wird, bedarf es viel Aufmerksamkeit seitens der Gärtner.

Der Blick in die Gewächshäuser berichtet davon. Neben erntefähigem Salat und den letzten Nüssli-Reihen steht schon Kohlrabi in Reih und Glied. „Hier haben wir letzte Woche noch Rucola und Spinat geschnitten, nächste Woche kommt auf die Beete Tomaten und Paprika“, erzählt Alwin Rauch. Die Pflanzen im Topf stehen schon im Foliengewächshaus parat. In Töpfe gesäter Schnittlauch findet sich dort ebenso wie eine ganze Palette von Sommerblumen, ein zweites Standbein der Rankweiler Gärtner.
Das Freiland ist zur Gänze bestellt. Kresse wurde schon unter Vlies herangezogen. „Das Vlies kam gestern Abend weg. Da heute trübes Wetter vorhergesagt wurde, können sich die Pflanzen ans Licht gewöhnen, ohne gleich einen Sonnenbrand zu bekommen,“ erklärt Alwin. Daneben findet sich frisch gepflanzter Schnittlauch. „Diese Pflanzen sind für den Spätherbst vorgesehen.“

Nirgends ein Unkraut

Nirgends ist ein Unkräutlein zu finden. Wie sie das machen? „Wir desinfizieren den Boden alle paar Jahre mit Wasserdampf. Dann bemühen wir uns, durch rechtzeitiges Hacken kein Unkraut aufkommen zu lassen. So lassen sich die Beete völlig ohne chemischen Einsatz sauber halten. Aber man muss schon dahinter sein!“ schmunzelt Alwin. Dahinter sind sie, wie man sieht. Denn egal ob Freiland oder im Gewächshaus, hier sieht alles bestens gepflegt aus.

Beliebter Topfbasilikum

Im Warmhaus zeigt Alwin Rauch Basilikum in verschiedenen Stadien. „Wir säen jede Woche einen Satz aus, damit wir immer frischen Topfbasilikum anbieten können. Der ist sehr beliebt.“ Von der Decke baumeln gelbe Leimtafeln, die mit kleinen Mücken beklebt sind. Mit diesen Tafeln werden die wurzelschädigenden Trauermücken angelockt, die dann festkleben. Eine biologische Pflanzenschutzmaßnahme. Auch hier gilt: Vorbeugen ist besser als heilen. Im warmen Gewächshaus wachsen Tomatensämlinge heran, die ab Mitte Mai für Freizeitgärtner kultiviert werden. Der Setzlingsverkauf ist ein wichtiges Standbein der Gebrüder Rauch im Frühjahr. Danach kultiviert man Gemüse. Mit knackigen Radieschen, rasch aus dem Beet gezogen, wird der Frischebeweis angetreten und sofort angetreten und bestanden!

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