Gartenlaube Dür: Eine Topfmaschine namens Olaf

„Olaf ist mein zuverlässigster Mitarbeiter“

Olaf hat in den letzten zehn Jahren keinen einzigen Tag wegen Krankheit gefehlt. Er murrt nie und ist absolut zuverlässig. Andreas Dür, Chef der Gartenlaube in Alberschwende, würde „Olaf, die Topfmaschine“, für kein Geld der Welt hergeben wollen.

Es war Liebe auf den ersten Blick, als sich Gärtner Andreas Dür und Olaf vor 25 Jahren zum ersten Mal über den Weg liefen. Doch Andreas absolvierte damals gerade seine Lehre und Olaf war im Dienst seines Lehrherrn. 15 Jahre lang gingen die Beiden getrennte Wege. Doch die Liebe verblasste nie, sondern wuchs und gedeihte, wie die Pflänzchen im Garten. Und als weder Andreas noch Olaf an ein Happy End glauben wollten, passierte ein Wunder. Als sich der einstige Lehrherr in die Pension verabschiedete, packte Andreas diese Gelegenheit am Schopf und fragte ihn unverblümt: „Darf ich dir Olaf abkaufen? Und dieser antwortete: „Ja!“ Das war vor mittlerweile 10 Jahren. Seitdem sind die Topfmaschine Olaf und Andreas unzertrennlich. „Olaf ist mein zuverlässigster Mitarbeiter. Er murrt nie, braucht nur ab und zu einen Tropfen Öl und seine Elektrik hat selten einen kleinen Wackler „, schwärmt Andreas.

Eine Topfmaschine namens Olaf

Hoher Betreuungsaufwand

Aber was kann die Topfmaschine Olaf, was Menschen nicht können? „Eigentlich nichts“, gibt Andreas ehrlich zu. Zudem sei der Betreuungsaufwand für Olaf sehr intensiv. Um die Maschine zu bedienen, brauche es mindestens drei Mitarbeiter. Die erste Person versorgt die Topfmaschine mit leeren Pflanztöpfen. Danach befüllt Olaf die Töpfe automatisch mit Erde. Dann kommt Olafs Bohrer zum Einsatz, der ein Pflanzloch setzt. Eine zweite Person topft in der Folge die Pflanze ins Loch. Ein dritter Mitarbeiter nimmt die fertig getopfte Pflanze von der Maschine und stellt sie auf einer Palette ab. Kommt dann schließlich sogar eine vierte Person zum Einsatz, dann wird Olaf mit frischer Erde versorgt und mischt den Dünger unter. „Dieser Arbeitsgang ist der anstrengendste. Und da ist Olaf eine echte Entlastung“, schwärmt Andreas.

1600 Pflanztöpfe pro Stunde

Die Arbeitssaison für Olaf beginnt bereits im Herbst und dauert bis ins Frühjahr. „Danach muss die frisch gepflanzte Ware raus“ erklärt Gärtnermeister Andreas.Das Arbeitspensum von Olaf ist enorm. Zirka 500 Sack (á 70 Liter) bester Vorarlberger Gärtnererde werden mit Dünger gemischt. 1600 frische Pflanztöpfe, gefüllt mit Kräutern, Gemüse und Balkonpflanzen spuckt Olaf stündlich aus.

Zum Schluss verrät uns Andreas noch ein kleines Geheimnis. Es seien vor allem die Frauen, die die Zusammenarbeit mit Olaf besonders schätzen. „Sie können während der Arbeit ohne Genierer das eine oder andere Schwätzchen machen.“ Olaf ist eben ein echter Frauenversteher.

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