Gasthof Mohren: Ein Erlebnisgarten

„Andere gehen golfen, ich gehe in den Garten“

Der Gasthof Mohren hat wohl einen der schönsten Gastgärten Vorarlbergs. Gerda Herburger, die Chefin des Traditionsgasthofes, kümmert sich höchstpersönlich um die 1500 Quadratmeter große Erholungsoase in Rankweil. Inzwischen ist nicht nur die Küche, sondern auch der Garten zu einer echten Marke geworden.

Es soll Menschen im Ländle geben, die den Garten des Gasthofs Mohren in Rankweil noch nie mit eigenen Augen gesehen haben. Diesen Damen und Herren möchte ich sagen: Da haben Sie in ihrem bisherigen Leben etwas wirklich Wunderbares versäumt. Schon der Blick durch die Gartenpforte ist atemberaubend. Rechts am Eingang sorgen Hortensien für ein farbenprächtiges Blütenmeer. Wenn ich nach links schaue, erblicke ich wunderschön dekorierte Tische. Ein paar Schritte weiter, entdecke ich eine liebevoll dekorierte Bauerngartenecke. Und als der Mohrenschopf vor meinem Auge auftaucht, bin ich endgültig hin und weg. Der Garten, besser gesagt der Park, ist ein sinnliches Erlebnis. Eine Entspannungsoase der Extraklasse. Nicht geschniegelt, sondern eher ungeordnet geordnet.

Vier Jahre bis zum Gartenparadies

Die Frau mit dem grünen Daumen heißt Gerda Herburger und ist die Chefin des Traditionsgasthofes Mohren in Rankweil. Begonnen hat sie das Gartenprojekt aber erst im Jahr 1996. Die Familie Herburger kauft das angrenzende Grundstück samt Bauernhaus und Schopf, früher die Dreschhalle von Rankweil. Und innerhalb von nur vier Jahren schafft Gerda Herburger das einzigartige Gartenparadies im Gasthof Mohren. Sie gestaltet, gräbt, pflanzt und dekoriert. Aus dem privaten Reich, wird ein Erlebnisgarten für die Gäste.

Tierischer Tummelplatz

Bei Gerda Herburger geht es aber auch ganz schön tierisch zu. In ihrem Garten tummeln sich 20 verschiedene Hühnerrassen, vom Seidenhuhn bis zur Cochin, dazu Indische Laufenten und Hasen. „Keines der Tiere landet bei mir im Kochtopf. Sie sollen es einfach schön bei uns haben“, erzählt Gerda Herburger, eine Nachkommin der berühmten Bregenzerwälder Barockbaumeister. Die tierischen Mitbewohner sind zudem überaus nützlich. „Die Enten essen alle Schnecken. Ich muss also nie Gift streuen.“

Pflanzen-Einkauf beim Gärtner

Aber wie viel Arbeit macht so ein Garten? „Ich muss täglich tränken, umgraben oder auch Rosen schneiden. Andere gehen golfen, ich gehe in den Garten“, erzählt die gebürtige Auerin. Ganz allein ist sie dabei aber nicht. Es gibt zwei, drei Helfer, die sie unterstützen. Und was macht ihr Mann? „Im Garten nichts, er darf nur zahlen“, erzählt sie mit einem Schmunzeln. Übrigens ihre Pflanzen kauft sie nicht in Gartencentern oder bei Discountern, sondern ganz bewusst beim Gärtner. „Sie sind ja schließlich auch Gäste in unserem Gasthof.“ Praktisch am eigenen Gastgarten ist dabei auch, dass die zweifache Flora-Siegerin im Sommer keine Tischdekoration kaufen muss. Gerda Herburger nimmt einfach die verblühten Fruchtstämme und setzt diese als Gestaltungselement ein.

Bei all der Arbeit, ist der Garten für sie auch ein Ort der Entspannung. Und das größte Lob ist es, wenn de Gäste volle Bewunderung durch ihren Mohren-Gastgarten lustwandeln. Also, wer noch nie bei Herburgers in Rankweil zu Gast war, sollte das raschest möglich nachholen.

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