Gemüsebau Gehrer: Jetzt geht's raus aufs Feld

Jetzt beginnt im Gemüsebau die Pflanzzeit!

Der erste Schritt der Pflanzung ist die Bodenuntersuchung. So auch bei Gemüse und Jungpflanzen Gehrer in Höchst. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Von jedem Feld wurde bereits im Winter eine Bodenprobe genommen, die im Bodenlabor auf Nährstoffe untersucht wurde.

Auf diese Ergebnisse aufbauend wird die entsprechende Menge Vorratsdünger berechnet und ausgebracht. „Wir ergänzen nur so viel Nährstoffe, wie wir durch das geerntete Gemüse dem Boden entnehmen“, berichtet Walter Gehrer. „Sonst würden wir den Boden regelrecht auslaugen und damit ruinieren. Nachdem wir aber noch viele Jahre auf unseren Feldern Gemüse anpflanzen wollen, ist es logisch, dass wir sehr gut auf unsere Böden schauen!“ Zu diesem Schauen gehört der Wechsel verschiedener Kulturen auf den Flächen. Dazwischen gibt es Anbaupausen, in denen Kleegrasmischungen und Gründüngung den Boden regenerieren lassen.

Der Düngebedarf im Gemüsebau wird auf die jeweilige Kultur abgestimmt. Nährstoffliebende Kohlgewächse erhalten mehr, die nicht so gefräßigen Salate merklich weniger. Verwendet werden verschiedene Mineraldünger, die auch im biologischen Anbau zulässig sind.

Nach der oberflächlichen Einarbeitung des Düngers, das ist zugleich eine Bodenlockerung, rückt die Pflanzmaschine an.

Drei Personen sind darauf beschäftigt Setzlinge aus den großen Pflanzkisten auf kleine Förderbänder zu legen. Ein kräftiger Mann sorgt für ständigen Nachschub und hat gut zu tun, damit er den flotten Arbeitern nachkommt. In wenigen Stunden ist ein sportplatzgroßes Feld mit Kohlgemüse und ein paar Salatbeeten bestellt.

Die Pflänzchen stehen im richtigen Abstand und werden in wenigen Stunden aus den Erdpresstopf ins Erdreich wurzeln. „Für uns ist es entscheidend, stets die für unsere Region besten Sorten zu verwenden,“ erklärt Walter Gehrer. „Je robuster die Sorte ist, desto weniger Gefahr von Krankheiten und Schädlingen ist gegeben. Die Wahl der richtigen Sorte ist für ein Teil des vorsorglichen Pflanzenschutzes. Ganz nach dem Motto: Vorbeugen ist besser als heilen“.

Da noch immer tiefe Nachttemperaturen herrschen, wird die Fläche mit breiten Vliesbahnen abgedeckt. Dieses Vlies lässt Wasser und Luft durch, hält jedoch ein paar Minusgrade ab. Besonders wichtig ist bei der Frühjahrspflanzung, dass die in den letzten Wochen bereits vorgezogenen Setzlinge gut abgehärtet sind. Nur dann stehen sie den Wechseln ins Freiland schadlos durch. Zu diesem Zweck stehen die Setzlinge in Gewächshäusern, die fast vollständig gelüftet werden können. Dort hat es annähernd Freilandtemperaturen.

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