Der igelfreundliche Garten

So machst du deinen Garten igelfreundlich

Natürliche Gegner unserer Gartenschädlinge sind unsere Verbündete. Ein solcher Mitstreiter ist der Igel.

Die stacheligen Gesellen sind gern gesehen im Garten, denn ihr Speisezettel ist gespickt mit Larven, Raupen, Schnecken, Engerlinge und anderem Getier.

Damit sich der Igel im Garten wohlfühlt, muss er erstmals hineinkönnen. Mauern, Gartentörle und Zäune stellen für ihn oft unüberwindbare Barrieren dar. Auch völlig sterile Rasenwüsten sind wenig attraktiv für die nachtaktiven Tiere.

Hingegen wohl fühlt er sich in etwas wilderen Gartenecken. Laubhaufen bevorzugt er als Winterquartier und auch dichte Hecken und Todholzhaufen verschmäht er tagsüber nicht als Zuflucht- und Ruhestätte. Hin und wieder sieht man Igelhäuschen als Wohnangebot.

Ich persönlich bin aber der Ansicht, dass ein naturnaher Garten mit Unterschlupfmöglichkeiten dem Igel eher entspricht. Zumindest dem Igel in meinem Garten: er bevorzugt den Laubhaufen neben meinem Kompostplatz und ignoriert das Igelhaus, welches Freunde für ihn im Untergeschoss meines Nützlingshotels angelegt haben. Vom Herbst weg döst und schläft der Igel im Laub versteckt und erkundet unseren Garten erst im Frühjahr wieder, wenn es wärmer wird und frisches Nahrungsangebot vorhanden ist.

Harald Rammel, Gartenbaureferent der Landwirtschaftskammer

Foto: ©Sabine Geißler/pixelio.de

www.pixelio.de

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