Jungpflanzen richtig topfen - gar nicht so schwer!

So topfst Du Jungpflanzen richtig

Im Frühjahr grünt und blüht es überall, Jungpflanzen aller Art werden in Anzuchtpaletten, den Multipaletten verkauft. Von jungen Salatpflanzen über Erdbeeren und Paprika bis hin zu Blühpflanzen gibt es in Vorarlberg alles. In den großen Gärtnereien erledigen Pikierroboter das Umtopfen der Pflanzen, die zum Verkauf jeweils in einen individuellen Topf gesetzt werden können. Das macht kaum ein Gärtner noch von Hand, von den kleinen Betrieben einmal abgesehen. Und auch zu Hause wirst Du kaum einen Pikierroboter haben. Was machst Du nun mit den vielen kleinen Jungpflanzen, die Du auf der Palette gekauft hast?

Pflanzsubstrat und Töpfe zu den Jungpflanzen

Der Gärtner deines Vertrauens kann Dich beraten, für welche Pflanzen Du welches Substrat benötigst. Generell solltest Du verschiedene Lagen von Substrat und Erde im Topf anlegen, bevor Du die Pflanzen einsetzt:

– Den richtigen Topf findest Du beim Gärtner. Der Topf sollte nicht geschlossen sein, sondern unten ein oder mehrere Löcher haben, damit überschüssiges Wasser nach dem Gießen abfließen kann und die Pflanzen nicht nass stehen. Unter den Topf gehört ein Untersetzer, der dieses Wasser auffangen kann.

– Unten im Topf wird eine Schicht zur Drainage benötigt. Spezielles Substrat oder kleine Kieselsteine, Mineralkügelchen oder ähnliches eignet sich dazu. Die Drainage sorgt dafür, dass überschüssiges Gießwasser aus dem Topf abfließen kann, so dass die Jungpflanzen nicht zu nass stehen.

– Über die Drainage kommt die Pflanzerde. Abhängig davon, welche Jungpflanzen Du topfst, sollte das Substrat gemischt werden. Manche Pflanzen mögen eher sandige Erde, andere brauchen humusreichen Boden. Dein Gärtner im Fachgeschäft in Vorarlberg berät Dich.

– Forme in der Mitte des Substrats eine Vertiefung, die groß genug ist, um den Wurzelballen der Jungpflanze aufzunehmen.

– Jetzt darfst Du die Jungpflanzen vorsichtig aus der Palette nehmen und einzeln in jeden Topf eine setzen.

– Drücke das Substrat rund um den Wurzelballen leicht an. Das Substrat sollte jetzt etwa einen bis zwei Fingerbreit unter dem Rand des Topfes sein. Sollte zu wenig Erde im Topf sein, darfst Du auffüllen. Achte aber darauf, dass der Stängel der Jungpflanzen und die Blätter auf keinen Fall in der Erde verschwinden.

– Zum Schluss gießt Du Deine frisch umgetopften Pflanzen etwas an. Das Wasser in der Erde ermöglicht es den Pflanzen, über die Wurzeln Nährstoffe aufzunehmen und sich in der neuen Umgebung auszubreiten.

Übertöpfe, Pflanztöpfe, Kästen, Kübel und mehr

. . . verkauft eigentlich jeder Gärtner in Vorarlberg. Beim Topfen solltest Du darauf achten, dass die Jungpflanzen im neuen Topf ausreichend Platz haben, Wurzeln zu entwickeln, sich auszubreiten und zu wachsen. Unterschieden wird sowohl nach der Größe der Pflanze als auch nach der Ausformung des Wurzelwerks: Manche wurzeln eher tief, andere flach, und wieder andere in einem winzigen, flachen Bereich. Jetzt im Frühjahr werden häufig kleine Wannen, Kübel und flache Töpfe für Ensembles von mehreren Pflanzen angeboten: Dein Gärtner berät Dich, welche Pflanzen zusammenpassen. Es gibt einige Pflanzen, die sich im benötigten Substrat so stark unterscheiden, dass sie nicht miteinander im selben Kasten sitzen sollten. Wieder andere Pflanzen sondern über ihre Wurzeln Stoffe ab, die nicht jede Pflanze verträgt. Wer sich in der Nachbarschaft von wem wohl fühlt, wissen die Gärtnereifachbetriebe. Übrigens gibt es in Vorarlberg einige Betriebe, die Pflanzen auf rein biologischer Basis züchten – hier findest Du nicht nur Nutzpflanzen, sondern auch Zierpflanzen.

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