Leihenten auf Schneckenjagd

Mission „Schneeflöckle und Rosi“: Leihenten auf Schneckenjagd

Egal ob „Rent a Duck“ oder „Rent an Ent“… Sie heißen „Schneeflöckle und Rosi“, sind im Bregenzerwald sesshaft, sehen niedlich und friedlich aus und gelten eigentlich nicht als gefährlich. Und doch sind sie aktuell in Reuthe und Umgebung die Geheimwaffe im Kampf gegen lästige Schnecken. Bei „Schneeflöckle und Rosi“ handelt es sich nicht etwa um Gartengeräte, sondern um zwei Indische Laufenten.

Watschelnde Schneckenbekämpfer

„Sie haben die Schnecken, wir haben die Lösung“. So lautet das Motto der Gartenfreunde Bezau-Reuthe. Zeit für einen Lokalaugenschein bei der Leihentenfamilie Peter und Verena Feuerstein in Reuthe. Die zwei Laufenten watscheln über den Rasen, der Besuch kommt der gefiederten Schneckenpolizei höchst ungelegen. Sie schnattern und flattern aufgeregt. „Schneeflöckle und Rosi“ sind höchst effektive und biologisch unbedenkliche Schneckenbekämpfer. Sie gehören längst zur Familie. „Schneeflöckle und Rosi“ fressen bis zu 40 Nacktschnecken am Tag und manchmal gönnen sie sich auch noch einen kleinen Snack zwischendurch“. Peter und Verena Feuerstein sind sichtlich stolz auf ihre besonderen Haustiere.

„Albert und Brunhilde“ und „Heidi und Hansi“ sind auch aktiv

Was mit einer kleinen privaten Idee begonnen hat, ist aktuell gefragter denn je. Neben „Schneeflöckle und Rosi“ können auch „Albert und Brunhilde“ und „Heidi und Hansi“ für den schnellen und gezielten Schneckentod ausgeliehen werden. Die Nachfrage ist groß und der Erfolg gibt den Gartenfreunden recht. Jeden Morgen ziehen die schnatternden Hausgenossen aufrechten Ganges los, die Hälse lang gestreckt. Ihre Mission: Schnecken sammeln. Sie packen die schleimigen Viecher in ihre Schnäbel und Hälse, bis nichts mehr hineinpasst und spülen die Ladung dann mit Wasser runter.

Einfach effizient

Das Leihentenprinzip ist einfach. Familie Feuerstein stellt den Zaun, das Schwimmbad, das eigene „Entenhüsle“ und das Spezialfutter gegen eine kleine Vermietungsgebühr zur Verfügung. Sind alle diese Bedingungen erfüllt, kann die Schneckenjagd beginnen. Die Enten brauchen kaum Eingewöhnungszeit und gehen auch in fremden Gärten sofort mit knurrenden Mägen auf Schneckenjagd. Einziges No Go: Gift im Garten / Must have: ein biologisch bewirtschafteter Garten

Gefiederte Schneckenpolizei kommt an

Nach rund einem Monat kehren die Laufenten nach ihren „Arbeitseinsätzen“ wohlbehalten zur Familie Feuerstein zurück. Alle Privatgärtner waren bis dato mit „Schneeflöckle“ und ihren Artgenossen zufrieden und fordern die Laufenten Jahr für Jahr für die Mission Schneckentod wieder an. „Einige haben gesagt, sie könnten sich die Enten durchaus auch als Haustier vorstellen“, sagt Leihentenmama Verena Feuerstein lächelnd. „Doch sie sind leider nicht stubenrein.“
Damit die Freude beim Gärtnern durch die lästigen „Schleimer“ nicht getrübt wird, wünscht sich Familie Feuerstein viele Nachahmer.

Aktion Leihenten der Gartenfreunde Bezau-Reuthe: Ansprechperson Verena Feuerstein feuerstein.verena@reuthe.at und www.ogv.at

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