Mit diesen Pflanzen lockst du die Bienchen an

Summ, Summ, Summ – Bienchen flieg

Fleißig wie eine Biene, heißt es. Berühmt für ihre unermüdliche Leistung als Pollen- und Nektarsammler, gehören die fliegenden Insekten zu den wichtigsten Nutztierarten. Durch bunte Farben und aromatische Düfte locken wir diese emsigen Bestäuber in unsere Gärten.

„Studien haben ergeben, dass Bienen im Garten einen bis zu 20 Prozent höheren Ertrag bei den Fruchtpflanzen bringen können“, wissen Renate und Andreas Dür von der „Gartenlaube“ in Alberschwende. Die kleinen emsigen Bestäuber helfen den Pflanzen dabei, sich zu vermehren. Was früher eine Selbstverständlichkeit war, ist heute durch verschiedenste Einflüsse schwieriger geworden.

Fährten auf Balkon legen

Umso wichtiger ist es, dass man im eigenen Garten oder auf dem Balkon kleine „Fährten“ legt, um Bienen und andere nützliche Insekten anzulocken. „Am besten gelingt das mit Blüten in knalligen Farben“, so Andreas Dür. Neben Blütensträucher und Zwiebelblumen im Frühjahr kommt jetzt die große Auswahl an einjährigen Sommerblüher zum Zug. „Die Blüte über die ganzen Sommermonate hindurch durch macht diese Pflanzengruppe sehr attraktiv. Das gefällt aber natürlich auch uns.“

Welche Pflanzen eignen sich nun?
Allgemein sollte man bei der Suche nach den perfekten „Bienenpflanzen“ beachten, dass gefüllt blühende Sorten für Insekten weniger bieten können. Ihre Staubgefäße sind verdeckt oder gar zu Blütenblättern umgewandelt. Die bessere Wahl sind daher offen blühende Sorten. Wer es aromatisch mag, kann auf blühende Kräuter zurückgreifen. Thymian, Rosmarin, Salbei, Ysop, Oregano oder rotblättrigen Basilikum ziehen Bienen regelrecht an und spenden wertvollen Nektar. „Wichtig ist dabei, dass man im Grunde das gesamte Ökosystem Garten im Blick hat“, erläutert Andreas Dür. „Die Vielfalt ist wichtig. Denke an die alten Bauerngärten. Mit Gemüsebeeten, Blumen und Stauden in Kombination sind sie ein wahres Paradies für unsere kleinen fliegenden Helfer.“

Hier eine Auswahl guter Bienennährpflanzen

Australisches Gänseblümchen (Brachyscome): Die Pflanze ist einfach zu pflegen, wächst und blüht üppig. Die robuste Balkonpflanze sollte nicht zu dunkel stehen, reine Schattenstandorte sind nicht geeignet.
Graham Salbei (Salvia microphylla): Diese Zierform von Salbei blüht den ganzen Sommer hindurch und besticht vor allem durch ihre rote Blüte.
Tagetes: Die Blume des Jahres 2014, „Duftmariechen“ genannt, zeichnet sich durch ihre leuchtend gelbe Farbe aus. Mit ihren kleinen, aber feinen Blüten erreicht die Dauerblüherinie Wuchshöhen von 40 bis 60 Zentimetern.
Sommerlavendel (Lavandula stoechas): Im Gegensatz zu anderen Lavendelarten ist Sommerlavendel einjährig, blüht dafür durch. Diese Art duftet weniger, wird strauchartig und ist aufgrund ihrer unzähligen Blüten ein Massenblüher.
Lobularia: Das Steinkraut zeichnet sich durch seinen Duft und die extrem lange Blühdauer aus, oft reicht diese von Juni bis in den November hinein. Die Pflanze ist sehr unkompliziert und verträgt auch gut Trockenheit.
Cleome spinosa (Spinnenblume): Unermüdlich blüht die Spinnenblume bis zum Frost. Besonders tolle Beetpflanzen geben die kompakten Sorten ‚Rosalita‘ und ‚Blanca‘ mit einer Wuchshöhe von rund 60 Zentimeter.

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