Narzisse - Eine echte Frohnatur

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Die Narzisse: Eine echte Frohnatur

Mit Narzissen heißt es “raus aus dem Winter und rein in den Frühling!” Denn wo Narzissen blühen, ist der Lenz nicht mehr weit.

Narzissen sind echte Frohnaturen und verbreiten mit leuchtendem Gelb oder strahlendem Weiß gute Laune. Ihre Botschaft ist eindeutig, wenn Narzissen ihre freundlichen Gesichter zeigen, ist der Winter endlich vorbei.

Die wegen ihrer Blütezeit und Blütenform auch Osterglocken genannten Narzissen (Narcissus) lieben sonnige bis halbschattige Plätze und kommen mit jedem Boden ohne Staunässe zurecht. Narzissen gehören zu den Amaryllisgewächsen und werden je nach Sorte bis zu 50 cm hoch. Ob in Gruppen im Beet, in Töpfen oder als Stars in der Vase – Narzissen machen immer eine gute Figur und eignen sich perfekt als blühende Deko! Gelb ist zwar die Grundfarbe der meisten Narzissen, damit ist ihre Farbpalette aber längst nicht erschöpft.

Narzissen blühen auch in Schneeweiß sowie Creme- und Orangetönen, manche sind sogar mehrfarbig. Doch damit nicht genug: Neben der klassischen Blütenform der Narzissen, bei der die Blätter der Nebenkrone (also der “Trompete” der Narzissen) sind mindestens so lang sind die wie die Blätter der Hauptkrone (dem äußeren Blütenkranz), gibt es noch viele andere Formen.

Und so groß die Sortenvielfalt auch ist, alle Narzissen haben zwei Dinge gemeinsam: sie haben leuchtende Blüten und brauchen wenig Pflege!

Einmal im Herbst gepflanzt, blühen Narzissen jedes Jahr auf Neue und vermehren sich mit Brutzwiebeln, so dass Narzissen mit den Jahren große Bestände bilden können. Großblumige Narzissen sind allerdings recht hungrig.

Deshalb düngt man sie jedes Jahr etwa Anfang März, wenn die Narzissen gerade ihre Blätter aus dem Boden schieben. Gönnen Sie den Narzissen pro Quadratmeter eine Hand voll Blaukorn oder einen anderen schnell löslichen Volldünger. Aber: Der Dünger darf nicht in die tütenförmigen Blätter der Narzissen fallen. Verbrennungen und ein Ausbleiben der Blüten wären die Folgen.

Sie können auch im Frühjahr noch blühende Narzissen pflanzen, die schon frühzeitig in Töpfen angeboten werden. Denn diesen Narzissen haben Gärtner mit speziellen Temperaturbehandlungen den Winter vorgegaukelt, die Pflanzen blühen früher als Narzissen im Garten. Diese Narzissen können Sie noch bis April in Töpfe und Kübel oder auch in den Garten pflanzen, sie brauchen aber Schutz vor Spätfrösten.

Schneiden Sie Narzissen für die Vase, bevor sich die Blüte öffnet. Seien Sie anschließend vorsichtig, denn die Stiele der Narzissen sondern einen Schleim ab, der die Haut reizen kann. Und – der Schleim lässt andere Pflanzen in der Vase welken! Tauchen Sie die frisch geschnittenen Narzissen deshalb kurz in heißes Wasser und lassen Sie sie 24 Stunden in einer gesonderten Vase stehen. So wird ihr Gift ausgeschwemmt, und die Narzissen vertragen sich in der Vase mit anderen Frühlingsblühern.

Der älteste Beleg, dass Narzissen als Blumenschmuck verwendet wurden, ist ein in einem altägyptischen Grab gefundener Kranz aus weißblühenden Tazetten. Der im achten oder siebten Jahrhundert vor Christus lebende griechische Dichter Stasinos erwähnt in den sogenannten zyprischen Gesängen, in denen er die Blumenpracht der Insel Zypern besingt, ebenfalls Narzissen (Wie Ambrosia die Blüten der Narzissen). Theophrast erwähnt gleichfalls eine Blume mit der Bezeichnung narkissos und dürfte damit die Narcissus serotinus gemeint haben, die in den Küstengebieten Griechenlands und im südlichen Kleinasien vorkommt. Die in Pompeji ausgegrabenen Wandgemälde weisen darauf hin, dass die Römer neben der Dichternarzisse auch die Osterglocke bereits kannten.eine Blume mit der Bezeichnung narkissos und dürfte damit die Narcissus serotinus gemeint haben, die in den Küstengebieten Griechenlands und im südlichen Kleinasien vorkommt. Die in Pompeji ausgegrabenen Wandgemälde weisen darauf hin, dass die Römer neben der Dichternarzisse auch die Osterglocke bereits kannten.

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