Räuchern mit Katharina Waibel

So setzt der Rauch Heilenergie frei

wildesweiberwissen Kräuter Katharina Waibel
Das Buch „wildesweiberwissen – Das wundersame Kräuterjahr“ von Katharina Waibel ist im Hohenemser Bucher Verlag erschienen und kostet 24,50 Euro. Das Buch kann bei der Autorin direkt (www.wildesweiberwissen.at) oder bei derbuchhaendler.at bestellt werden.

Per fumum „ durch den Rauch“ wurden und werden Gebete, Wünsche und Dank zu Gott gesandt. Feuer setzt die, in den Pflanzen, gespeicherte Sonnenkraft und Heilenergie frei.

Rund um den Erdball, in allen Kulturen und Religionen wird und wurde geräuchert.
Immer schon haben Menschen antibiotisch wirksame Harze und Pflanzen verglimmt um die Ansteckungsgefahr untereinander zu verhindern.
Ebenso helfen uns Pflanzen energetische Verschmutzungen und Erkrankungen zu lösen um sie der Luft und der Heilung zu übergeben.
Viele heilkräftige Wurzeln sind aus der Pestzeit überliefert und haben eine nachgewiesene Antivierelle und Antibiotische Wirkung.
Die Sterndeuter bringen Jesus zusammen mit Gold auch Myrrhe und Weihrauch.
Im Hohe Lied der Liebe lesen wir: Hennadolden, Nardenblüten, Narde, Krokus, Gewürzrohr und Zimt, alle Weihrauchbäume, Myrrhe, Aloe, allerbester Balsam…..

Das Räuchern gehört zum Winter, zum Element Luft und zum Norden.
Winter ist die Zeit der Ruhe, der Stille, des Zurückkehrens zu den Wurzeln und vor allem die Zeit der Heilkunst.

Das Ausatmen, die nach innen gerichtete Energie, die Nacht, Schlafen, Träumen, und das Alter gehören zum Winter.
Die Ruhe und die Stille, das Brachliegen sind typisch für den Winter.
Auf den abgeernteten Feldern werden die Steine sichtbar, du siehst jetzt wie es wirklich ist, kein Schönreden funktioniert mehr.

Es ist die Zeit um das Innere zu erforschen, zurückzukehren zu den Wurzeln und tief zu graben.
Die Zeit der Innenschau, Zeit sich aus dem Alltagsleben zurückziehen, zu schlafen und zu träumen.
Heilung findet in so einer Zeit statt.
Nur wer immer wieder den Weg nach innen geht, hat genug Kraft für die Neuanfänge.

Das Verglimmen der Pflanzen über einer Flamme ist die einfachste Art zu räuchern.
Zünde eine Kerze an und halte getrocknete Pflanzen vorsichtig über die Flamme.
So, dass es gerade raucht, aber nicht brennt – aufpassen!

Dafür eignen sich alle Sommerkräuter, sie stellen dir mit Feuerkraft und Luft ihre Kräfte zur Verfügung.

Die Mistel, als Luftwesen.
Noch frische Zweige von Tannen Föhren, Fichten, Stechlaub alles was Immergrün ist passt in den Winter – bitte davon keine dürren Ästchen nehmen, die brennen wie Zunder!
Und Tannenbart, er gibt dir das notwendige Heimatgefühl und die Geborgenheit, um diese dunkle Zeit zu überstehen und die Wurzelarbeit leisten zu können.

Tannenbart: Usnea filipendula – Seelenbalsam, Geborgenheit

Volksnamen: Bartflechte, Baumbart, Lichen, Moosflechten
Standort: ab 800m Seehöhe, hohe Luftqualität, saure Borke – Nadelbäume, Birken, alte Obstbäume
Eigenschaften: schleimlösend, entkrampfend
Lichen – wissenschaftliche Bezeichnung für die Lebensform Flechte, zusammengesetzte Organismen aus Pilzen und Algen.

Tannenbart ist der Seelenbalsam, hüllt ein, tröstet und baut ein Schutzschild um dich.
Tannenbart gedeiht nur in guter Luft, saurer Regen macht ihn kaputt – er ist der „Luft gut Macher“.
Er wächst in allen extremen Lagen, in der arktischen Tundra und in den Wüsten, wir brauchen ihn für extreme Zeiten, bei Heimweh und Geborgenheitsverlust.

Im Winter fällt der Tannenbart von den Bäumen und du kannst ihn aufsammeln, ab ca. 800m Seehöhe.
Halte ihn über eine Kerzenflamme, ohne ihn anzuzünden – es sollte nur rauchen und lass dich einhüllen, es ist kalt geworden.

Tannenbart gehört zu den geschützten Pflanzen – bitte nur vom Boden aufsammeln, nicht vom Baum nehmen, er wächst nur wenige Millimeter im Jahr.

Oder natürlich auch ein Süßgraszopf:
Setzt dich im Sommer in eine bunt blühende Magerwiese und sammle viele
Süßgräser, binde sie mit einem Gras zusammen und flechte einen Zopf daraus,
lass ihn an einem schönen Platz bei dir trocknen und verwende ihn dann im Winter für deine Schlafzimmerräucherung.
Zünde viele Kerzen an und halte den Zopf über eine Flamme, so dass es raucht aber nicht brennt, aufpassen!
Dann genieße die wertvolle Gabe des Süßgrases, es verbindet deine Sexualität mit deiner Spiritualität – und du wirst den besten Sex deines Lebens haben.

Räucherstäbe

Trockene Beifußpflanzen und andere Heilkräuter, die du im Sommer geholt und getrocknet hast, zu einem dichten Büschel formen und mit einer Hanfschnur fest zusammen binden, so entsteht ein Räucherstab für alle möglichen und unmöglichen Gelegenheiten – einfach anzünden und damit räuchern.
Räucherstäbe eignen sich vor allem zum im Freien räuchern, da immer wider Glut von ihnen abfällt und sie brauche viel Luft damit sie gut rauchen.

Beim Räuchern hantierst du mit offenem Feuer!
Es fliegt immer wieder Glut davon und große Vorsicht ist notwendig.
Spinnweben können sich explosionsartig entzünden und es sind schon Schöpfe, Ställe und ganze Häuser dadurch abgebrannt
– erstens sollte vor dem Räuchern aufgeräumt werden und zweitens ist das kein Kinderspiel sondern eine heilige Handlung die größte Achtsamkeit verdient.

Räuchermischungen

Das was beim Räucherstab binden ab bröselt und aus allen, deinen getrockneten Schätzen, das Beste – Rosenblätter, Thymian, ein wenig Salbei, Honigklee, Beifuß samen, Engelwurzstückchen, vielleicht ein bisschen Baldrian –
Sei kreativ und lass dich von deinem Gefühl und von deiner Nase leiten,
mische alles lange, zerbrösle es immer wieder zwischen deinen Finder und dann füge noch etwas gemörsertes Harz dazu und fülle alles in schöne Döschen ab.
Diese Mischungen lassen sich am besten auf Räuchersieben Räuchern.

Eine weitere schöne Art zu Rächern ist die Räucherkohle, vor allem für Harze.

Fichtenharz: Picea abies

Volksnamen: Waldweihrauch, Pech, Harz
Standort: tropft aus Verletzungen der Fichten
Eigenschaften: antibiotisch, entzündungshemmend, wundheilend

Harz ist das Pflaster der Fichten und auch aller anderen harzbildender Bäume.
Bei Verletzungen heilen sie sich selber damit.
Harz ist antiviral und antibiotisch und sehr heilsam.
Und wunderbar zum Räuchern.

Jetzt lass dich heilen.
Wenn alles getan ist, die innere und äußere Ordnung hergestellt ist, kannst du ruhen und gesunden.
Sind alle Tränen geweint?
Alle Küsse geküsst?
Alles gekehrt?
Alles auf- und ausgeräumt?
Die wahren Worte gesprochen?
Genug gelacht?
Genug geliebt und gelitten?
Dann lass dich unter die Erde sinken, um im Frühling wieder begeistert auferstehen zu können.
Wandere durch den Wald, vielleicht entdeckst du an einer Fichte Harztropfen, nimm ein wenig mit und genieße den Duft.
Viele weitere wertvolle Harze von unterschiedlichen Sträuchern und Bäumen werden seit Urzeiten zum Räuchern verwendet.

Drachenblut von der Drachenpalme, Hinterindien
Myrrhe Myrrhestrauch, Somalia
Weihrauch vom Weihrauchbaum, Jemen
Guggul vom indischen Weihrauchbaum

Falls du glücklicher Besitzer eines Holzherdes bist – einfach auf die heiße Platte legen.

Harzkugeln

Falls du das Glück hast und frisches Harz findest – wandre durch die klare Dezemberluft und lass dich vom Harz finden.
Solltest du also welches haben, nimm ein wenig von deiner Räuchermischung und verknete sie mit dem Harz, nur so viel, dass es nicht mehr an den Finger klebt, sich aber noch zu Kugeln formen lässt.
So kannst du wertvolle Räucherkugeln herstellen, ganz kleine in Pralinenform oder größere für das Sonnwend- oder Silvesterfeuer.

Und mit allen Gewürzen der Weihnachtbäckerei kannst du Räuchern:

Leg ein paar Nelken auf das Räuchersieb und es klärt sich die Luft,
Vanille erotisiert, Muskatnuss stillt Schmerzen, Zimt wärmt,
größere Stücke, nicht die gemahlene Form zu Räuchern nehmen.
Alle Zitrusfrucht schalen erfrischen und schenken Geborgenheit.

Ganz viel Freude und Spaß beim Herstellen deines ganz eigenen Räucherwerks, die notwendende Stille und Ruhe und Gesundheit, wünscht dir
Katharina
wildes weiber wissen.

Zur Startseite
Kommentare ausblenden

Kommentar hinterlassen

oder