Märchenhaft: Der Palastgarten Waldburg-Zeil

Märchenhaft: Palastgarten Waldburg-Zeil in Hohenems

Es ist immer etwas ganz Besonderes, der Besuch im Renaissance-Palast Hohenems. Der im 16. Jahrhundert errichtete Prachtbau gilt als eines der schönsten Beispiele der Renaissance-Architektur in Mitteleuropa. Mit viel Liebe zum Detail wurde das Gebäude von der Familie Waldburg-Zeil renoviert und ist seither immer wieder Austragungsort verschiedener Veranstaltungen.

Der erstgeborene Sohn Franz Clemens wohnt, wie seine Eltern, gemeinsam mit seiner Familie im ersten Obergeschoß des Palastes. Im ehemaligen Winzerhaus betreibt er eine international anerkannte Restaurierwerkstätte. Er hat sich auf den Umbau historisch wertvoller Gebäude spezialisiert. Aber nicht nur die Liebe zu alten Gemäuern, sondern auch die Pflege alter Traditionen zeichnen Franz Clemens und seine Gattin Stephanie aus.

Rekonstruktion des über 500 Jahre alten Winzersteigs

Dies zeigt sich unter anderem auch  in der erst vor drei Jahren begonnenen Revitalisierung des ältesten Weinberges Vorarlbergs. Schon 1625 hat Graf Kaspar einen imposanten Weinberg im sogenannten Winzersteig mit 1300 Rebstöcken bewirtschaftet. Heute sind es 130.

Im Zuge einer Rodung wurden unzählige, wuchtige Steine freigelegt, die in früheren Zeiten für den Terrassenbau des Weinberges verwendet worden waren. „Wir sind steinreich“, meint Stephanie Waldburg-Zeil. „Daher haben wir diese Steine in der Rekonstruktion der alten Stufen und Terrassen für den Anbau der Rebstöcke verwendet“. “

Wie im Märchen

Als Franz Clemens mit seiner großen Liebe, den Weintrauben begann, fand ich, da gehören ja Rosen dazu und so fing das Ganze an“. Wie in einem Märchen zeigt sich nun der hintere Bereich des Privatgartens der Familie Waldburg-Zeil. Die Trockenmauern der Terrassen, die Steinstufen und der Pavillon im vorläufig höchsten Punkt der Anlage sind unter anderem mit verschiedenen Sorten duftender Rosen bepflanzt. Ein

Entzückende Details

Naturblumenbereich für Bienen und Schmetterlinge, eine Kräuterecke, Obstbäume, ein Naschgarten mit Beeren und überall kleine entzückende Details schmiegen sich stimmig an den Berghang. Die Steine in der Anlage speichern die Wärme und geben sie in der Nacht an die Pflanzen ab. Ideal für das Wachstum der Pinot-Noir-Rebstöcke und seinen blumigen Begleitern.

Und das ist erst der Beginn eines großangelegten Projektes. minGarta wird das Gedeihen der Gartenanlage weiter beobachten und freut sich bereits auf den nächsten Besuch im Gräflichen Palastgarten.

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