Richtige Winterfütterung im Vogelhaus

Richtige Winterfütterung im Vogelhaus

Markus Grabher

Markus Grabher, Umweltbüro in Bregenz

Fotos (2): privat; Rainer Sturm/ pixelio.de

Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Bei uns überwinternde Vögel sind gut an die kalte Jahreszeit angepasst. Sie überstehen den Winter normalerweise auch ohne unsere Hilfe. Eigentlich ist deshalb eine Winterfütterung nicht erforderlich. Wenn allerdings sorgfältig gefüttert wird, entsteht aber auch kein Schaden. Hinzu kommt, dass die natürlichen Lebensräume und damit die Nahrungsgrundlagen für viele Vogelarten ständig kleiner werden. So gesehen, kann Winterfütterung durchaus Sinn machen. Außerdem ist ein Futterhaus im Garten eine bequeme Möglichkeit, heimische Vögel aus der Nähe zu beobachten. Niemals jedoch kann die Fütterung von Wildvögeln einen adäquaten Ersatz für den Verlust naturnaher Lebensräume darstellen. Insgesamt hat Winterfütterung komplexe Auswirkungen, die wir im Detail wohl noch nicht alle kennen.

Das Futterhaus

➡ Das Futterhaus muss trocken und vor allem sauber sein. Auf jeden Fall regelmäßig reinigen! Am besten sind Futterhäuser, wo sich die Vögel nicht in das Futter setzten und so das Futter verunreinigen können, zB Futtersilos oder Futtersäulen.
➡ Um Konkurrenzkämpfe zum vermeiden, sollten Futterhäuser nicht zu klein sein. Richtwert für „traditionelle“ Fütterhäuser: 25 cm² Bodenfläche. Auch der Abstand zwischen Boden und Dach sollte ausreichend groß sein und etwa 30 cm betragen.
➡ Das Dach muss ausreichend weit überstehen und die Futterstelle auch bei Regen und Schnee trocken halten.
➡ Die unmittelbare Umgebung der Futterstelle im Umkreis von mindestens 2 m sollte gut überschaubar sein, damit sich Feinde, zB Hauskatzen, nicht unbemerkt anschleichen können. Dennoch sollten Bäume und Sträucher in der Umgebung als Rückzugsmöglichkeit nicht fehlen.
➡ Futterhäuser nicht direkt vor Fenstern aufstellen. Es besteht die Gefahr, dass Vögel gegen die Scheibe fliegen.
➡ Das Futterhaus katzensicher montieren: Frei aufgestellte Futterhäuser auf einem glatten Kunststoff- oder Metallrohr mindestens 1,5 m über dem Boden befestigen. Hängende Futterhäuser so aufhängen, dass sie leicht befüllt werden können, aber für Katzen unerreichbar sind. Wird das Futterhaus an einem Baum befestigt, sollte der Abstand zum Stamm mindestens 1,5 m betragen.

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