Schnecken im Vormarsch - Was tun?

Schnecken erfolgreich bekämpfen

Kaum kommt die Gartensaison in die Gänge, gleiten schleimige Gesellen durch unsere Gärten. Jetzt ist Schneckenbekämpfung angesagt!

Viele Schnecken überwinterten als Eier in Kompost oder im Boden versteckt. Ältere Exemplare verkriechen sich im Laub oder in Erdritzen. Der milde Winter tat das seinige, dass auch wirklich alle gesund und frisch überwintert haben.

Wenn wir Gemüse oder blumige Gartenpflanzen genießen wollen, müssen wir uns einen aktiven Schutz einfallen lassen. Das einfachste ist es, die Tiere abzusammeln. Am besten abends oder am zeitigen Morgen, wenn noch Taunässe herrscht. Karl Ploberger meinte einmal in einem seiner Vorträge, nach der ZIB 2 mit Stirnlampe und Gummihandschuhen bewaffnet wäre der Erfolg am größten. Wie auch immer, eine eingesammelte Schnecke frisst nicht mehr im Garten. Ploberger empfahl, die Tiere mit heißem Wasser zu überbrühen. Das ist ein rascher Tod für die Tiere. Danach können ihre sterblichen Reste via Kompost wieder in den Naturkreislauf zurückgeführt werden.

Tierfreunde haben die eingesammelten Schnecken auch schon in ein Waldstück deportiert und dort ausgesetzt. Da Schnecken bekanntlich ja nicht die schnellsten sind, dauert es einige Zeit, bis sie wieder zum Salat zurückfinden. Mit etwas Glück (für uns) läuft ihnen ein Igel, Eidechsen, Laufenten, Frösche oder eine Hühnerschar über den Weg, was ebenfalls zu einer finalen Reduktion beitragen würde.

Hilfreich ist auf jeden Fall ein Schneckenzaun. Aus Blech oder feinem Drahtgitter geformt sind diese nach außen abgewinkelten Barrieren recht wirkungsvoll, manchmal bei der Bearbeitung des Gartens aber hinderlich. Streifen aus saugfähigen Materialien wie Sägespäne, Kalk, Holzasche usw. gelten allgemein als Bremsen für den Zuzug, wenn dahinter aber ein saftiger Salat winkt, werden diese Demarkationslinien mit Anlauf überwunden. Das ist also nicht wirklich dauerhaft hilfreich.

Im Fachhandel gibt es mehrere Arten von Schneckenkorn. Hier sind die Präparate mit Eisen-III-Phosphat (zum Beispiel Ferramol) empfehlenswert, da sie selektiv gegen die Weichtiere wirken.

Mit guter Beobachtung und regelmäßiger Präsenz lassen sich Schnecken gut bekämpfen. Bretter als Schutz vor der Sonne werden von den Tieren gerne als Versteck angenommen und ermöglichen es uns, sie leicht abzusammeln.

Harald Rammel, Gartenbaureferent der Landwirtschaftskammer

Foto: ©Gabriele-Planthaber/pixelio.de

www.pixelio.de

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