Schnittlauch: Aromatische Blütenknospen

Schnittlauch (Allium schoenoprasum)

Alle Mitglieder der Allium-Familie enthalten Senföle, die wie ein mildes Antibiotikum wirken, aber auch verdauungsstärkend und blutreinigend sind.

Schnittlauchblüten lassen sich gut tiefkühlen, aber schlecht trocknen, da sie dabei sehr
an Aroma verlieren. Verwenden Sie die Blüten am allerbesten frisch und roh. Die Blütenknospen lassen sich auch gut als Kapern einlegen. Vorbildhaft in der Verwendung von Allium in der Blütenküche ist China, wo besonders die Blüten von Allium tuberosum schwimmend ausgebacken oder als essbare Speisenbeigabe verwendet werden. Immer wieder hört man, dass die Blütenknospen des Schnittlauchs vom guten Gärtner ausgezupft werden, damit er nicht zur Blüte kommt. Wer das praktiziert, bringt sich um höchsten Genuss: Schnittlauchblüten sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch überaus aromatisch. Sowohl die Knospen, eingelegt in Öl oder Essig, als auch die aufgeblühten Blüten sind eine Küchenbereicherung.

Rezepte

Bunte Blütenhäppchen

2 Handvoll Blüten von Schnittlauch und/oder Chinesischem Schnittlauch,
150 g Topfen (40% Fett), 4 Blätter vom Breitwegerich, sehr fein gehackt,
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten, je 1 EL Majoran und Gundelrebe, fein gehackt,
1 TL abgeriebene Orangenschale, 2 EL kalt gepresstes Olivenöl, Cracker oder Knäckebrot,
2 Handvoll gemischte Blüten von Schnittlauch, Chinesischem Schnittlauch, Taubnesseln,
Lichtnelken, Hornveilchen, Gänseblümchen, Primeln, etc.

Alle Zutaten gut miteinander vermischen, die Cracker oder Knäckebrot damit bestreichen
und mit Blüten bestreuen.

Schnittlauchblütenbrot mit Wachteleiern

4 Scheiben gutes Schwarzbrot (Roggen), Süßrahmbutter (am besten vom Bauernhof),
2 Handvoll Schnittlauchblüten, etwas Salz, 8 Wachteleier

Hier fand eine Weiterentwicklung einer ohnehin schon legendären Delikatesse statt: Das
klassische Schnittlauchbrot, wie es Oma servierte und unsere Kindermäulchen erfreute,
wird so feiner, subtiler und pfi ffi ger fürs Auge. Probieren Sie es einfach aus!
Die Brote mit reichlich Butter bestreichen und mit ausgezupften Schnittlauchblütchen bestreuen.
Wachteleier in etwas Butter braten und die Blütenbrote damit belegen.
Und nicht vergessen: Dazu ein Glas Milch!

Sowohl der herkömmliche als auch der Chinesische Schnittlauch (Allium tuberosum) kommen ursprünglich aus China, allerdings wurde ersterer schon von Marco Polo nach Europa gebracht und hier erfolgreich eingebürgert. In China gibt es viele verschiedene Sorten von Allium tuberosum, der bei uns eher unbekannt ist, manche werden dort wegen ihrer Blätter, andere wegen ihrer Blüten angebaut.

Mehr Rezepte gibt es im Buch von Elisabeth Maria Mayer „Zauberhafte Blütenküche“. Es ist im Bucher Verlag erschienen und kostet 29,90 Euro.

Schnittlauchblütenbrot mit Wachteleiern

63 Schnittlauchblütenbrot mit Wachteleiern (427x640)
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