So kurieren Sie den Rasen

So kurieren Sie den Rasen

Klaus Nemetz Hörbranz

Klaus Nemetz, Baumschule Nemetz, Hörbranz

Die kalte Jahreszeit fordert unsere Gärten. Zwar war dieser Winter recht mild, trotzdem ist es mit Beginn des Wachstums Zeit, sich um den Rasen zu kümmern.

Nässe, Schnee aber auch der Mangel an Licht in der vegetationslosen Zeit sind eine Herausforderung für jede Rasenfläche. Mitte März, kurz vor dem Neuaustrieb, sollte ein erster Pflegedurchgang absolviert werden. Maulwurfs- und Wühlmaushäufen werden dabei eingeebnet. Die Kahlstellen werden mit einem Gemisch aus Erde und Rasensamen aufgefüllt, sobald keine tiefen Fröste mehr zu erwarten sind. Auch Löcher und Unebenheiten lassen sich so ausgleichen. Laub wird ebenfalls entfernt. Klarerweise sollte der Boden schon etwas abgetrocknet sein, bevor man loslegt.

Wirkt der Rasen dicht verfilzt oder vermoost, ist Handlungsbedarf gegeben. Nach dem ersten Mähen wird der Filz entfernt. Dazu gibt es spezielle Vertikutier-Rechen, deren Zähne bis etwa 1 mm in den Boden schneiden sollen. Das Wurzelwerk darf dabei nicht geschädigt werden! Bei größeren Flächen kommt ein motorbetriebener Vertikutierer zum Einsatz, denn die Handarbeit ist hier sehr anstrengend. Die Schnitte werden kreuz und quer geführt, dabei wird einiges an abgestorbenen Blättern, ausläufertreibendes Unkraut und Moos entfernt. Dieses entnommene Material lässt sich sehr gut kompostieren.

Als weiterer Schritt wird Dünger ausgebracht. Denn Moos ist meist ein Anzeichen für einen niedrigen Nährstoffvorrat im Boden. Spezielle Rasendünger geben die notwendigen Nährstoffe über Wochen verteilt ab und führen so zum besten Ergebnis und gesunden Gräsern. Ein organischer Bodenaktivator hat eine ähnliche belebende Wirkung auf die Vegetation.
Sind im Rasen ständig nasse Bereiche, wird das Vertikutieren und Düngen nicht ausreichen. Hier ist eine Dränage anzudenken, bzw. der Boden durch Einbau wasserdurchlässiger Materialien zu entwässern und zu belüften.

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