Tief durchatmen: Chili von wild bis mild

Voralbergs „Chili-People“ zu Gast beim OGV

Das Bildungszentrum Hohenems war für einmal das Mekka aller „heißhungrigen“ Vorarlberger Chili Fans.  Knapp 60 Kenner der bissigen Beeren scheuten den Weg nach Hohenems nicht und sorgten für einen vollen Vortragsraum. Kein großes Wunder, hatte Obst- und Gartenkultur Vorarlberg (OGV) doch mit Harald Zoschke gleich den Chili-Papst ins Ländle geholt.

Die „Pepper-People“ erhielten in Hohenems viele praktische Infos über Chilis, über deren Herkunft, die Tücken bei der Aufzucht und die Möglichkeiten der Verwertung. Harald Zoschke und seine Frau Renate sind wohl das, was man Chili-Spezialisten nennt. Nicht nur, dass sie seit vielen Jahren diese Früchte züchten und verarbeiten, sie haben auch in ihren Büchern viele Tipps und gute Ratschläge bereitgestellt, die es dem Laien erleichtern, sich in die Materie einzuarbeiten.

Die Zoschkes sind eher Fein- als Scharfschmecker. Dennoch kommen bei ihnen jeden Tag Chilis auf den Tisch. „Wir müssen natürlich auch Probesaaten der Samen machen, die wir verkaufen. Deshalb haben wir Dutzende Pflanzen im Garten“, erklärte Harald Zoschke. Und die werden eben auch probiert. Chilis anzubauen, sei gar nicht so schwierig, sagt der Chili-Papst. Selbst wenn die scharfen Schwestern der hiesigen Gemüsepaprika am besten im heissen Süden gedeihen, können mit ein wenig Geschick auch in nördlichen Breitengraden passable Ergebnisse erzielt werden. Aber: „Wenigstens einen ‘kleinen’ grünen Daumen muss man schon haben“, meint Zoschke. „Wem aber schon ein Fleissiges Lieschen eingeht, der sollte von Chilis besser die Finger lassen.“

Milch und Joghurt als „Löschmittel“

Zugegeben – dass Chilis scharf sind, wussten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim OGV Spezialseminar bestimmt schon vorher. Aber nur, wer die Früchtchen auch selbst verkostet, merkt, dass das nicht alles ist. Manche schmecken auch süß, andere fruchtig oder auch würzig, Für ganz Harte und auch Neugierige hatten der OGV Vorarlberg und Chili-Experte Harald Zoschke eigene Saucen und Dips vorbereitet. Sehr beliebt waren natürlich auch die Chili-Gummibärchen, Chili-Marmelade gemischt mit anderen Früchten und auch die Chili-Schokolade. Keine Wunder, dass das Buffet dicht umlagert war und auch Milch und Joghurt als „Löschmittel“ bereitstanden.

Gesund- und Glücklichmacher

Egal ob Habanero oder auch Bolivian Rainbow: Zur perfekten Abrundung durfte natürlich auch noch ein Chilipflanzenverkauf nicht fehlen. Und wenn man bedenkt, dass die Früchtchen ja nach Nation unter anderem auch Geburtsbeschleuniger, Gesund- und Glücklichmacher und überall und immer Gesprächsthema sind, wird das nächste OGV Chili-Spezialseminar nicht lange auf sich warten lassen . . .

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