Tomatensorten: Es lebe die Vielfalt

Tomatensorten: Es lebe die Vielfalt

Andreas Dür Gartenlaube Alberschwende minGarta.at

Andreas Dür, Gartenlaube Dür, Alberschwende

Rund 100 verschiedene Tomatensorten ziehen wir in unserem Gewächshaus in Alberschwende. Die meisten vom Samenkorn an. Das ist zwar nur ein kleiner Auszug von den über 3500 in Europa registrierten Sorten, bietet für uns aber eine enorme Abwechslung im Speiseplan.

Es geht für mich ums Ausprobieren, denn nicht alle Sorten eignen sich für unsere Lage. Und nur was sich bei uns im Gewächshaus bewährt, kann ich auch guten Gewissens meinen Kunden raten. So stehen Klassiker wie die großfruchtige Ochsenherz neben gestreiften Zebrinos, gesprenkelten Tigro, oder dem süßen Goldtomätle. Beerig, kugelig, walzenförmig und riesig hängen die Früchte an den Pflanzen.

Raritäten werden bei uns ebenso getestet wie Profisorten, wo pro Saatkorn schon man 1,50 Euro zu bezahlen sind. Meist zahlt sich dieser hohe Preis aber aus, vor allem wenn die Züchtungen robuster gegenüber Krankheiten sind und dadurch der Ertrag größer ist.

Besondere Zuneigung hege ich aktuell für die Minipflaumentomate Sunstream mit ihren leicht gerippten Früchten. Toll schmeckt die rote Baylee mit etwas größeren Früchten. Voll ausgereift schmeckt die Long shelf life-Sorte Mercedes ausgezeichnet und sie lässt sich auch lange lagern.

Tomate ist nicht gleich Tomate

Manche Sorten sind festschalig, andere eher weicher, viele sind im Laub gesund und robust, einige anfälliger für verschieden Pilzkrankheiten. Genau das herauszufinden, ist das Ziel der Sortenvielfalt in unserem Gewächshaus. Und natürlich auch der Genuss der Früchte in allen erdenklichen Speisen, wofür sich die ganze Familie begeistert.

Da wir im Gewächshaus den Pflanzen optimale Bedingungen bieten, fällt der Ertrag üppig aus. Im Hausgarten ist das nicht ganz so leicht. Temperaturschwankungen, Blattnässe durch Niederschläge, Taubildung und so mancher Schädling machen dort den Pflanzen zu schaffen. Oft verhindert auch Düngermangel eine zufriedenstellende Ernte, denn vielfach übersieht man, dass Tomaten einen großen Nährstoffbedarf haben.

Unsere Liebe zur saftigen Tomate gilt nicht nur den gartenfrischen Früchten. Wir verarbeiten den Überschuss zu haltbaren Leckereien, die wir in der erntelosen Zeit mit Genuss verzehren. So lässt sich die Wartezeit auf die ersten Früchte im nächsten Frühsommer leichter ertragen. Hier zwei unserer Lieblingsrezepte:

Getrocknete Tomaten in Olivenöl eingelegt

4-5 kg Tomaten
3 Teelöffel Salz
2 Teelöffel Zucker
4-5 Zehen Knoblauch
Kräuter nach Belieben (Thymian, Oregano, Basilikum, Rosmarin, Ysop)

Tomatenhälften mit Salz-Kräutermischung bestreichen. Auf dem Dörrapparat solange trocken, bis sie ledrig sind (20-24 Stunden). Die getrockneten Tomaten in kleine Gläser füllen und mit gutem Olivenöl übergießen. Nach Belieben noch etwas Knoblauch oder Kräuter dazugeben. Die Gläser dann kühl lagern.

Tomatenpesto

125 g getrocknete Tomaten
25 g Tomatenmark
1 Schuss Balsamicoessig
15 g Basilikum
etwas Knoblauch (nach Belieben)
30 g Pinienkerne
30 g Cashewnüsse
125 ml Olivenöl
Salz und Pfeffer

Pinienkerne anrösten und mit den Cashewnüssen fein zerhacken. Die anderen Zutaten beigeben und alles zu einem sämigen Brei vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und in kleine Gläser abfüllen. Mit etwas Olivenöl abdecken. Die Gläser dunkel lagern.

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