Vom Samenkorn zum eigenen Gemüse

Vom Samenkorn zum eigenen Gemüse

Andreas Dür Gartenlaube Alberschwende minGarta.at

Andreas Dür, Gartenlaube Dür, Alberschwende

Selber Gärteln liegt im Trend. Nichts ist so spannend, als vom Samenkorn an eigenes Gemüse heranzuziehen. Wir von der Gartenlaube Dür in Alberschwende vermehren viele Pflanzen selbst und geben euch hier ein paar Tipps, wie’s funktioniert.

Hochwertiges Saatgut

Beginnen wir beim Saatgut: Wir empfehlen euch hochwertiges und frisches Saatgut zu verwenden. Das heißt aber nicht Gemüseeinfalt, im Gegenteil: Mit den verschiedensten Sämereien steht euch die Tür zur großen Gemüsewelt offen und ihr könnt nach Belieben experimentieren. Wer ganz am Anfang seiner Gemüsekariere steht, sollt aber auf einfaches und bewährtes zurückgreifen. Mit etwas Erfahrung gelingen dann aber auch ausgefallenere und schwierigere Kulturen.

Richtiger Standort

Als nächstes den richtigen Standort für die Aufzucht finden: Nicht geeignet sind dunkle, kalte und nasse Orte, denn die frischen Keimlinge sind sehr empfindlich. Ein geschützter warmer Ort ist ebenso wichtig, wie die richtige Erde. Das Substrat für die Pflanzen sollte düngerarm sein, weshalb Kompost oder Humus hier nicht in Frage kommen. Handelsübliche Aussaaterden sind hier am besten geeignet. Als Aussaatgefäße können saubere Töpfe oder Plastikschälchen mit Wasserabzugslöchern verwendet werden.

Jeder Samen eine Pflanze

Nun geht’s los: Der Samen wird dünn auf die leicht angedrückte Erde gestreut. Denk dabei, dass aus jedem Körnchen eine kleine Pflanze entsteht, die auch schon als ganz kleines Geschöpf etwa einen Quadratzentimeter Platz braucht. Nach dem Säen festdrücken und leicht anfeuchten, jedoch nicht zu stark, um die Saat nicht zu verschlämmen. Ein Sprühflasche tut hier gute Dienste.
Die Fensterbank eignet sich ideal als Abstellplatz, aber Vorsicht vor zu langer direkter Sonneneinstrahlung! In den ersten Tagen sollten die Keimlinge zweimal am Tag benetzt, befeuchtet, sowie gut gelüftet werden. Die Erde sollte in dieser Zeit nie austrocknen.

Pikieren und Umtopfen

Je nach Art der Pflanzen können sie nach 10 bis 14 Tagen vereinzelt werden. Das sogenannte „Pikieren“ verschafft den wachsenden Pflanzen mehr Platz. Dabei ist möglichst vorsichtig mit den Pflänzchen umzugehen, um die Wurzeln nicht zu verletzen. Wichtig ist, dass die Wurzeln möglichst gerade in den neuen Topf kommen. Häufigeres Pikieren und Umtopfen, fördert das Wurzelwachstum und stärkt die Pflanzen. Hierbei kann bereits leicht gedüngte Erde verwendet werden.

Auf- und ablüften

Die Setzlinge brauchen nach wie vor viel Licht. Da es am Fensterbrett meistens zu warm wird, schießen die Pflänzchen oft zu schnell aus. Kleingewächshäuser und Frühbeete sind deshalb für die weitere Aufzucht gut geeignet, aber vor allem aufs zeitgerechte auf- und ablüften kommt es an.
Nun können die Pflanzen langsam abgehärtet und an Freilandbedingungen angewöhnt werden. Zunächst die Pflänzchen in den Schatten stellen und erst später an sonnigere Standorte verlegen. Wenn die Pflanzen stark genug sind und ans Freiland gewöhnt sind, steht dem Auspflanzen nichts mehr im Wege. Auch das Wetter und die Jahreszeit sollten immer im Auge behalten werden. Ich wünsche euch viel Erfolg und tolle Erfahrungen bei der Aufzucht von Gemüse der eigenen Pflanzen.

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