Lischkas Garten: Wo Musik beim Wachsen hilft

minGarta uf Weag bei den Lischkas in Kennelbach

Gärtnern ist bei Siegfried Lischka eine eigene Wissenschaft. Er baut nicht einfach nur Gemüse an, sondern überlegt sich genau, wie der Ertrag von Bohnen, Kartoffeln, Tomaten & Co., ohne Zusatz von chemischen Hilfsmitteln, gesteigert werden kann.

Das gärtnerische Fieber hat den sympathischen Tüftler aus Kennelbach schon vor Jahrzehnten gepackt. Sein Grundprinzip ist Ordnung und Symmetrie. Die Bohnenstangen sind akkurat in einer Linie aufgestellt, die selbstgebauten Hochbeete haben alle dieselbe Länge und Breite. Als Meisterstück seines handwerklichen Könnens, steht beim Betreten des Gemüsegartens ein selbstgebautes Gartenhaus mit Keller. Dabei hat der naturverbundene Hobbygärtner auch nicht auf die wichtigen Helfer im Garten, die Insekten vergessen. Unter dem Giebel hat er ihnen ein eigenes geräumiges Hotel mit vielen Zimmern gebaut.

Gänzlicher Verzicht auf Chemie

Siegfried Lischka verzichtet in seinem Gemüseparadies gänzlich auf Chemie. Er verarbeitet seine Küchenabfälle zu wertvollem Dünger, setzt Brennnessel- und Jauchesud an und erzeugt sein eigenes Mulchmaterial. Er hat ein ausgeklügeltes Wasserversorgungssytem. In den großen Plastiktanks – mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 16.000 Litern – sammelt er das Regenwasser und pumpt es nach Bedarf an den richtigen Ort.

Aber als absolutes Highlight steht ein selbstgebautes Gewächshaus inmitten seiner Beete und dort erklingt täglich vier Stunden klassische Musik. Damit, so schwört der passionierte Gärtner, wird das Wachstum seiner Gemüsepflanzen angeregt. Für die Gestaltung der Blumenbeete hat er weniger übrig. Zum Glück hat er mit Doris, seiner Göttergattin, das perfekte Gegenstück. Sie kümmert sich liebevoll um das Blumenparadies.

Kleinbahn für die Enkel

Wer jetzt denkt, er hat den ganzen Garten bereits gesehen, wird eines Besseren belehrt. Am Ende des Rundganges entdeckt der Besucher plötzlich Eisenbahnschienen. Und es wäre nicht Lischka, wenn er sich mit einer Miniaturausgabe zufriedengegeben hätte. Der Schienenstrang ist 100 Meter lang, führt zwischen den Pflanzen in einen Tunnel und umkreist den Swimmingpool. Allein für den Bau der Brücke hat er einen ganzen Winter investiert. Und das alles nur, damit seine Enkelkinder in seinem Garten etwas zum Spielen haben.

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