wildesweiberwissen: Der Wasserdost

Wasserdost (Eupatorium Cannabinum)

wildesweiberwissen Kräuter Katharina Waibel
Das Buch „wildesweiberwissen – Das wundersame Kräuterjahr“ von Katharina Waibel ist im Hohenemser Bucher Verlag erschienen und kostet 24,50 Euro. Das Buch kann bei der Autorin direkt (www.wildesweiberwissen.at) oder bei derbuchhaendler.at bestellt werden.

Wasserhanf: Eupatorium cannabinum – Vorsorgen, solange es dir gut geht!
Volksnamen: Wasserdost, Kunigundenkraut, Hirschklee, Grundheil
Standort: ausreichend Wasserversorgung, Sonne
Eigenschaften: Abwehrstärkend, gegen Grippeviren wirksam

Jetzt gleich nach der Sommersonnwende, im Hochsommer blüht wieder der Wasserhanf. Wasserhanf ist eine meiner Lieblingspflanzen. Dort wo viel Wasser ist, an Böschungen, bei Seen und Bächen blüht er.

An Orten, wo wir Menschen uns gerne aufhalten, sobald die Sonne immer stärker wird. Dort wo der Mensch sich erholt, rasten kann, schwimmt und Sommertagträume halten kann.

Er mahnt in dieser frohen Sommerzeit zu Wachsamkeit und Vorausdenken.
Aber er macht es uns auch sehr einfach. Hochgewachsen, krautig, einfach zu finden und zu bestimmen ist er und als Tinktur schnell verarbeitet.

So hilft er dir, praktisch im vorübergehen, den Grippeschutz für den Winter zu ernten.
Wasserhanfblätter erinnern ein wenig an Hanfblätter, allerdings sind seine Blätter nur dreifedrig.

Seine Doldenblüten erinnern etwas an Dostblüten, violett und doch unscheinbar.
Nur mit seiner Größe zeigt er uns, wie wirksam er ist. Probier immer wieder einmal ein Blatt von ihm – er ist stark und bitter.

Sobald man ein Blatt gegessen hat, weiß man um seine Kraft Bescheid.
Seine Inhaltsstoffe sind: Gerbstoffe, Glykoproteine, Xylane und ätherische Öle.
Die ursprüngliche Heimat des Wasserhanfs ist Nordamerika, auch dort ist er seit Jahrhunderten eine bewährte Heilpflanze der Ureinwohner.

Zu Tinktur verarbeitet hilft er besonders, wenn es um die Behandlung grippaler Infekte und Erkältungskrankheiten geht. Wasserhanf wirkt sich positiv auf unsere Immunabwehr aus und stärkt dich für den Kampf gegen lästige Krankheitserreger. Die Vermehrung bereits eingedrungener Viren wird mit Wasserhanf unterdrückt und gleichzeitig die Produktion von Abwehrzellen gefördert. Das Immunsystem gewinnt an Kraft – die Viren geraten in die Unterzahl.

Wasserhanf wirkt vor allem präventiv, bei erhöhter Ansteckungsgefahr, während einer Grippewelle oder wenn deine Abwehr geschwächt ist Aufgrund von Stress, anderen Erkrankungen oder Lebensumständen.

Tinktur:
Nimm ein größeres Marmeladeglas voll, den oberen Teil der Pflanze, Blüten samt Stängel und Blättern, lass alles vor dem Einfüllen auf einen Geschirrtuch liegen, damit Tierchen noch flüchten können und das Kraut etwas abtrocknet.
Fülle dann das Glass und gieße guten Obstler dazu.
Lass das Glas bis zum Septembervollmond stehen.
Im Wohnzimmer, in der Küche, auch im Schlafzimmer –wo auch immer dir der geeignete Platz erscheint.
Nicht an der prallen Sonne, Schnaps hat selber Feuer genug.
Du solltest es nicht vergessen, lass das Glas dort stehen, wo du es auch siehst und bewege es immer wieder einmal, schüttle es und freue dich daran, Heilmittel entstehen durch Liebe.

Falls das Wetter passt, ernte ich meinen Wasserhanf gerne beim Julivollmond, das wäre am 12.07. am besten zur Mittagszeit.
Heilpflanzen nie bei regnerischem Wetter ernten. Im September, durch ein Tuch abgießen und in einer dunklen Flasche dunkel lagern.

Bei Bedarf in eine Pipettenflasche füllen und 2- bis 3-mal täglich eine Pipette voll einnehmen. Das sind etwa 5 Tropfen – direkt in den Mund, in ein Glas Wasser oder auch auf einem Würfelzucker.

Gutes Gelingen und viel Freude damit wünscht
Katharina Waibel

Kommentare ausblenden

Kommentar hinterlassen

oder