Brüder Winder: Spargel frisch aus dem Ländle

Weißer Spargel kommt aus Dornbirn

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Getreu diesem Motto versuchen sich die Beeren-Barone Martin und Peter Winder aus Dornbirn jetzt auch im Spargelanbau. Mit Erfolg! Heuer werden auf knapp zwei Hektar Fläche sieben Tonnen des königlichen Gemüses geerntet.

Peter Winder blickt zufrieden auf sein Feld, das direkt hinter dem Messepark liegt. Der weiße Spargel gedeiht prächtig. Täglich sind fünf Erntehelfer im Einsatz, um den Spargel händisch zu stechen. Eine anstrengende Arbeit. Bis Mitte Juni dauert die Spargelsaison. „Bis dahin werden wir zirka sieben Tonnen geerntet haben“,betont Peter Winder. Im letzten Jahr, bei der ersten Probeernte, waren es im Vergleich dazu nur zwei Tonnen. „Das ist völlig normal. Es braucht drei Jahre bis auf einem Feld der volle Ertrag möglich ist“, erklärt Spargel-Bauer Winder.

Eigene Entwässerungsanlage

Auf die Idee neben Beeren auch Spargel in Vorarlberg anzubauen, brachte die Brüder Peter und Martin Winder ein Bauer aus dem badischen Raum. „Er hat gemeint, das würde im Ländle funktionieren“, erinnert sich Peter Winder . Das war im Jahr 2013. Peter und Martin Winder, der eine gelernter Konditor und der andere gelernter Tischler, hatten aber Bedenken. Denn für den Spargel ist das Klima bei uns zu nass und zudem braucht das königliche Gemüse sandigen Boden. Doch wer die Brüder Winder kennt, weiß, dass sie sich durch solche Kleinigkeiten nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sie fanden schließlich ein passendes Feld und bauten eine unterirdische Entwässerungsanlage. „Alle zehn Meter legten wir eine Leitung“, erklärt Peter Winder. Im Frühjahr 2014 war es dann so weit. Sechs Tonnen Spargelpflanzen wurden maschinell gepflanzt. Ein erfahrener Vorarbeiter aus Deutschland weihte die Neo-Bauern dann in die Kunst des Spargelanbaus ein. Mit Erfolg!

Ab Hof und am Wochenmarkt

Allein mit der Ernte ist es aber längst nicht getan. Nach dem Stechen wird der Spargel in Kisten gelagert. Danach wird er in kaltem Wasser gewaschen, geputzt, gereinigt und gekürzt. „Diese Arbeitsschritte erledigt aber eine Maschine“, erklärt Peter Winder. Erst danach kann der Spargel verkauft werden. Den Ländle-Spargel verkaufen die Winders übrigens in Dornbirn-Oberdorf ab Hof, auf dem Wochenmarkt in Dornbirn und ist in den Sutterlüty-Märkten erhältlich. Und wer den Winder-Spargel in einem Gasthaus genießen will, der sollte in der „Krone“ in Dornbirn vorbeischauen.

Deutsche Mithilfe

Das große Geld haben die Winders mit dem Spargelanbau noch nicht verdient. Aber das ist in den ersten Jahren einkalkuliert. Die Kunden sind bisher mit der Qualität des Winder-Spargels zufrieden. „Bisher haben wir nur Lob bekommen“, freut sich Peter Winder. Und er hofft, dass er den Spargel-Konsum in Vorarlberg nachhaltig ankurbeln kann. Dabei setzt er vor allem auf die Hilfe aus Deutschland. „In Österreich werden durchschnittlich pro Kopf 0,75 Kilogramm Spargel verzehrt. In Deutschland ist es ungefähr das Dreifache. Und da allein 2000 Deutsche in Dornbirn leben, rechne mit einem stärkeren Absatz.“

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