Ziersträucher, die auch im Winter blühen

Winterblühende Sträucher bringen Farbe in den Wintergarten

Im Winter kommen Mensch und Tier zur Ruhe. Entspannung und Entschleunigung machen sich bemerkbar und auch die Flora legt eine Pause ein. Doch nicht alle Pflanzen halten sich an dieses Naturgesetz. Es gibt sogar einige Arten, die gerade im Winter regelrecht aufblühen. Es ist ein Glück für uns Gärtner, dass es winterblühende Sträucher gibt, ansonsten wäre die kalte Jahreszeit noch viel grauer und trostloser.

An oberster Stelle der Ziersträucher, die im Winter blühen, steht die Zaubernuss. Sie öffnet ihre goldgelben Blüten meist im Jänner, also noch im tiefsten Winter und verströmt einen betörenden Zimtduft. Die Zaubernuss stellt an den Boden nur wenige Ansprüche. Besonders gut gedeiht sie auf sauren bis neutralen Erden, außerdem sollte ein feuchter und möglichst windgeschützter Standort bevorzugt werden. Diese Pflanze ist absolut winterhart und blüht mehrere Wochen lang. Bei sehr strengem Frost beginnt die Blütezeit etwas später. Die Zaubernuss kann bis zu 4 Meter hoch werden und wächst nur langsam. Während die Blätter im Sommer grün sind, verfärben sie sich über den Winter rötlich oder gelblich. Die Zaubernuss ist in vielen Sorten verfügbar und in den hiesigen Gärten weit verbreitet. Manchmal nehmen die Blüten eine weinrote Farbe an.

Winterhart ist auch der Echte Seidelbast, ein nennenswerter Vertreter der winterblühenden Ziersträucher. Im Gegensatz zur Zaubernuss erscheinen seine Blüten, die sehr attraktiv sind, noch vor den Blättern. Mit etwa 1,50 Metern wird der Echte Seidelbast nicht so hoch wie die Zaubernuss, liegt aber von der Größe her im Mittelfeld der Ziersträucher. Die Blüten sind rosa bis violett und sehr auffällig, die Blütezeit beginnt im Februar. Wie bei der Zaubernuss verströmen die Blüten des Echten Seidelbast einen angenehmen Duft. Vorsicht ist bei den Früchten des Seidelbast geboten, denn diese sind sehr giftig und dürfen deshalb nicht verzehrt werden!

Obwohl der Echte Seidelbast ausgesprochen winterhart ist und auch strenge Winter unbeschadet übersteht, findet er sich nicht so häufig in heimischen Gärten wie die Zaubernuss. Das liegt vor allem daran, dass er relativ anspruchsvoll ist und nur auf alkalischem Humusboden gedeiht. Auf Trockenheit oder Umtopfen reagiert er empfindlich, verträgt dafür aber nahezu jeden Frostbereich, was ihn selbst für Vorgebirgsregionen interessant macht. Weitere Ziersträucher, die winterhart sind, sollen nachfolgend erwähnt werden.

Der Duftschneeball wächst aufrecht und wird bis zu zwei Meter groß. Die Blätter sind zunächst braun, danach grünlich und schließlich violett. Dieser Strauch ist sehr winterhart und blüht von Dezember bis Februar leuchtend weiß, während die Knospen rosa sind. Die Blüten des Duftschneeballs verströmen einen sehr angenehmen aromatischen Geruch, der sich von der eisigen Winterluft deutlich abhebt.

Zuletzt sei an dieser Stelle noch der Winter-Jasmin genannt. Wenn wir über Ziersträucher, die winterhart sind sprechen, darf dieses Gehölz nicht fehlen. Der Winter-Jasmin blüht später als Zaubernuss, Seidelbast und Duftschneeball, jedoch früher als andere Ziersträucher. Im Februar gibt es die ersten Blüten, bevor Blätter an den Stängeln erscheinen. Die maximale Höhe beträgt 1,50 Meter – die Blüten sind leuchtend gelb und duftend. Diese Pflanze ist ein Blickfang an tristen Wintertagen, erfordert aber einen windgeschützten Standort.

Insgesamt gibt es eine beeindruckende Zahl von Sträuchern, die im Winter blühen. Allesamt hellen sie den Alltag in der dunklen Jahreszeit auf und sind meist leicht zu pflegen. Weil sie mehrjährig sind, entfällt das jährliche Kopfzerbrechen um neue Pflanzen.

Foto: © Erika-Hartmann/pixelio.de

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